Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)

III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás

könnten noch aufgenommen werden, aber mit größtem Zwang und gegen den Willen der Bevölkerung. Eichelberg hatte 1939 312 Einwohner. Davon waren zu dieser Zeit 35 % Fremde, nämlich 83 Evakuierte und 24 Ostflüchtlinge. Auch der dortige Bürgermeister hielt eine Unterbringung von weiteren 85 Flüchtlingen für ausgeschlossen. Darüber hinaus mußten auch die täglichen Probleme gelöst werden. Einige junge Paare wollten heiraten, weshalb sie um eine Wohnung ansuchten, ein junges Ehepaar stand vor der Ankunft des Kindes. Auch die Evakuierten suchten den Bürgermeister täglich auf und forderten bessere Wohnungen. Dieser schlug dem Landkreis vor, das vorgeschriebene Kontingent zu überprüfen und die Gemeinde nur zur Unterbringung von 1015 Personen zu verpflichten. Auch der Bürgermeister von Eberstadt hielt es für unmöglich, 240 Ostflüchtlinge in der Gemeinde aufzunehmen. Er habe schon 23 freiwillig untergebracht und könnte nach Umfragen bei der Bevölkerung weitere 3040 aufnehmen. Es sei der Ortschaft eine sechsfache Unterbringungspflicht auferlegt worden, obwohl die Woh­nungsverhältnisse im Dorf sehr schlecht seien, es gebe keine einzige freie Wohnung mit Küche, wobei alle Ostflüchtlinge in eigenen Zimmern untergebracht worden seien und die Küche mit den Bauern teilen müßten. Auch die Errichtung von Barac­ken oder sonstigen provisorischen Unterkünften würde Schwierigkeiten bereiten, denn die Gemeinde habe kein geeignetes Grundstück, und die Bauern stellten frei­willig keinen Baugrund zur Verfügung. Der Landkreis sollte zunächst festlegen, was für Unterkünfte garantiert werden müssen, schlug der Bürgermeister vor. Auch in Hölzern konnten nach der früheren Unterbringung von 9 Flüchtlingen nur noch 10 von den geplanten 60 Personen aufgenommen werden. Auch die dorti­gen Bauern waren nicht bereit, ein Baugrundstück beizustellen, auf dem eine Massenherberge hätte erbaut werden können. In Horkheim gab es etwa 25 Einzelzimmer, aber niemand wollte diese freiwillig zur Verfügung stellen. Die Unterbringung der Heimkehrer war dadurch außeror­dentlich schwierig, zumal sich etwa 200 Fremde in der Ortschaft befanden. Die meisten davon waren durch Luftangriffe Geschädigte aus dem nahen Heilbronn, die anderen verabschiedete Soldaten, die den Heimweg noch nicht antreten konnten. Deswegen könne man die vorgeschriebenen 205 Ostflüchtlinge auch hier nicht unterbringen. Eine Möglichkeit fand man im Bau einer Baracke, da die Gemeinde ein entsprechendes Grundstück besaß. Es gab jedoch kein Baumaterial, der Bürger meister beantragte es beim Landkreis. Eine andere Möglichkeit war die Nutzung der Turnhalle. Das Dorf Ilsfeld war zu 40 % kriegsgeschädigt. Im April 1945 brannten 56 Häuser mit etwa 90 Wohnungen nieder. Die obdachlos gewordenen Familien wur­den wie andere Evakuierte untergebracht. 120 Personen aus Heilbronn, 150 Per-

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