1705 – Was vor 300 Jahren geschah…
5. Europa im Krieg
Graf Emerich Thököly (1657-1705), Fürst des Kuruzzenstaates in Oberungarn (1678-1685) und Fürst von Siebenbürgen (1690), Stiefvater von Franz II. Rákóczi, gest. 1705 Kupferstich von S. Thomassin Reproduktion Nr. 72 “Ausführliche Relation, von dem glücklichen Treffen der kayserlichen unter Ihren Excellenz Herrn General-Feldmarschalls Comite d’Erbeville Commando in Siebenbürgen bey Schibo den 11. November, als am Fest deß hejligen Martini willen die Rebellen erhaltenen Victori, sammt der Gefangennehmung deß Französischen gesandten Marquis de Belgrad Anno 1705“ Signatur: RA, MEA Reichstagsakten Kt. 325 Druck, ohne Impressum, 6 fol. Der Hofkriegsrat schickte Feldmarschall Graf Ludwig Herbeville (1639- 1709) mit der Hauptarmee auf dem ungarischen Kriegsschauplatz (etwa 20000 Mann) zur Unterstützung des in die siebenbürgischen Städte eingekesselten Rabutin. Das tollkühne Unternehmen, ein 600 km langer Marsch durch feindliches Gebiet, konnte dank der verfehlten Taktik des Fürsten Rákóczi mit Erfolg durchgeführt werden. Die kaiserliche Armee erreichte intakt die Grenze Siebenbürgens, wo sie bei Zsibó (Jibou, heute Rumänien) das geteilte Kuruzzenheer schlug. Durch diesen Sieg konnte sie in Siebenbürgen einmarschieren, die Truppen Rabutins entsetzen und die Festsetzung Rákóczis in Siebenbürgen verhindern. Das Land ging ihm 1708 endgültig verloren. Nr. 73 Kuruzzenreiter mit der Ansicht des Marktfleckens Zsibó (Jibou, heute Rumänien) Kupferstich von einem unbekannten Künstler Reproduktion Nr. 74 Brief von Generalfeldwachtmeister Hannibal Josef Graf von Heister an einen Unbekannten Güns (Kőszeg), 17. November 1705 Signatur: UAAAFasz. 187 Konv. B fol. 140-149 Zeitgenössische Abschrift Nr. 71