Architektur zwischen Kunst und Bürokratie - 125 Jahre Ringstraße

Objektbeschreibungen

OBJEKTBESCHREIBUNGEN 2/1 Allerhöchste Entschließung vom 9. April 1861 auf den au. Vortrag des Mini­sters Lasser betreffend die Abtretung des Glacisgeländes zwischen Wienfluß und Hauptmünzamt an die Gemeinde für eine Gartenanlage mit einem handge­zeichneten kolorierten Situationsplan. Der sechs halbbrüchig beschriebene Seiten umfassende, vom 3. April datierte Vortrag ist vom zuständigen Minister Lasser unterschrieben und vom Minister­präsidenten Erzherzog Rainer vidiert. Die darauf erfolgte, vom Kaiser Unter­zeichnete ah. Entschließung ist am Ende des Vortrages auf die freigebliebene linke Hälfte der Seite gesetzt. Da ihr Text im vorliegenden Fall ziemlich lang ist, beginnt sie bereits auf der vorletzten Seite. Der Situationsplan war als Beilage dem auf ihn Bezug nehmenden Vortrag angeschlossen. Der Althausbestand ist darin dunkelrot, die Baugründe nach dem Grundplan sind hellrot koloriert. Der bereits im Vorjahr abgetretene, aber erst 1862 angelegte Stadtparkteil links der Wien wird noch als offene Glacis­fläche gezeigt, in der mit Bleistift schematisch die Lage des projektierten Kursalons später eingetragen worden ist. Rechts der Wien ist die abzutretende Glacisfläche, in ihrer Länge begrenzt durch die Linien A-B und C-D, schräg durchzogen von der noch umzulegenden Lastenstraße zu sehen. AVA, Stadterweiterungsfonds, Sign. 16, ZI. 7370/1861. (Abb. 3) 2/2 Ansicht des Kursalons Photolithographie 49 x 61,5 cm. AVA, Plansammlung, A-II-C/235. 2/3 Situationsplan zum Tausch des Rathausplatzes Beilage zum au. Vortrag Lassers vom 12. Dezember 1863, betreffend den mit der Gemeinde eingegangenen Kompromiß. Zu sehen ist der Stadtpark mit dem Kursalon, die für den Bau des Rathauses eingetauschten Baugründe III und IV, sowie die vom sogenannten Cholerakanal durchzogenen und zur Verlängerung des Stadtparkes gewünschten Grundflächen Y 1, Y 2, Z 1 und Z 2, auf die die Gemeinde nunmehr verzichtet und zu deren Erschließung als Baugrund zur angezeigten Verlegung des Cholerakanal sie sich bereit erklärt hat. Handgezeichneter Plan des Stadtbauamtes, 51 x 64,5 cm. AVA, Stadterweiterungsfonds, Sign. 25, ZI. 24.936/1863, fol. 26. 26

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