Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

46 sich mit Tilly über die weitere Kriegführung zu ver­ständigen. Orig., Papier, 2 Folien, ganz eigenhändig: Kriegsakten, Fasz. 68. — Das Schreiben enthält auch scharfe Angriffe des übermächtigen kaiserlichen Feldherrn gegen den Hof­kriegsratspräsidenten Collalto und die Drohung, das Kom­mando niederzulegen. Die Unterschrift ist abgekürzt und lautet: „Albrecht, Herzog von Friedland“. 128. 1627 Dezember 15, Podébrad (Böhmen). Kaiser Fer­dinand II. sendet seinem Sohn Leopold Wilhelm, Bischof von Passau, seinen väterlichen Segen. Orig., Papier, 2 Folien, ganz eigenhändig: Familienkor­respondenz A, Karton 10. — Leopold Wilhelm war ein am­bitionierter Kunstfreund. Er erwarb im Laufe seines Lebens eine berühmte Gemäldesammlung, aus der viele der schön­sten Bilder des Kunsthistorischen Museums in Wien stammen. 129. 1629 März 6, s. 1. Das „Restitutionsedikt“ Kaiser Ferdinands II. Endgültiges Konzept, Papier, 12 Folien: Reichskanzlei, Religionsakten Fasz. 33. — Das Edikt befahl die Herausgabe aller seit dem Passauer Vertrag (1552) durch die Protestanten eingezogenen Kirchengüter, wurde aber nur in den Erblan­den ganz verwirklicht. 130. 1629 August 28, Stade (an der Elbemündung). Graf Tilly sagt dem kaiserlichen Kommissär für den westfälischen Kreis, Johann von Hyen, seine Hilfe bei der Tätigkeit von dessen Kommission, der „Vindizie­rung“ ehemals katholischer Besitzungen auf Grund des Restitutionsediktes (vgl. Nr. 129), zu. Orig., Papier, 2 Folien, mit eigenhändiger Unterschrift: Kriegsakten Fasz. 84. — Feldmarschall Johann Tserklaes Graf von Tilly (1559—1632) war nach Wallenstein einer der bedeutendsten Feldherren des Dreißigjährigen Krieges. 131. 1630 November 10, Stralsund. König Gustav Adolf von Schweden versichert Kaiser Ferdinand II., daß

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