Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

45 überbracht. Ein beabsichtigtes Bündnis wurde von Rudolf II., der keinen Zweifrontenkrieg gegen Türken und Polen führen konnte, abgelehnt. Der zweite Auftrag Vlasjevs, eine Heirat der einzigen Tochter des Zaren, der Großfürstin Xenia, mit einem Habsburger, der das Reich erben sollte, ist ebenfalls nicht zustande gekommen. Vorgesehen war Erz­herzog Maximilian Ernst, ein Sohn Karls von Inneröster­reich. Der Widerstand des Grazer Hofes und das Schwanken Rudolfs, der selbst an eine Verbindung mit Xenia dachte, haben dieses Projekt vereitelt. XVII. Der Dreißigjährige Krieg. 124. 1619. Flugschrift über das Verhalten der kaiserlichen Truppen unter ihren Befehlshabern Bucquoy und Dampierre in Böhmen, die nach dem Prager Fenster­sturz (23. Mai 1618) in das Land eingerückt waren. Druck, Papier, 4 Folien: Flugschriften 1619, Nr. 40. 125. Zu 1620 November 8. Gleichzeitiges Augsburger Flugblatt auf die Schlacht am Weißen Berg. Druck, Papier, 5 Folien: Flugschriften 1620. — Auf dem Weißen Berg westlich von Prag kam es am 8. November 1620 zur Schlacht, in der der „Winterkönig“ Friedrich V. von der Pfalz von den Truppen des Kaisers und der Liga (Vereini­gung der katholischen Reichsstände gegen die protestantische „Union“) vernichtend geschlagen wurde. Das Schicksal des aufständischen Böhmens war damit entschieden. 126. 1622 Oktober 7, s. 1. Gutachten des Rektors des Wiener Jesuitenkollegs P. Wilhelm Lamormaini mit eigenhändig geschriebenem Anhang über die Ver­einigung des Kollegs mit der Universität. Orig., Papier, 5 Folien: Klosterarchive, Exjesuitica, Colle­gium Academicum Fasz. 27. — Lamormaini besaß als kai­serlicher Beichtvater auch großen politischen Einfluß. 127. 1626 Juni 26, Aschersleben (nw. Halle). Wallenstein berichtet Graf Trauttmansdorff von seiner Absicht,

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