Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

98 Familienurkunden Nr. 2814. — Der Thronfolger verzichtete durch diese Erklärung auf das Nachfolgerecht der aus der Ehe mit der Gräfin Chotek hervorgehenden Kinder. 300. 1907 Jänner 26, Wien. Entwurf der kaiserlichen Ent­schließung über die Einführung des allgemeinen Wahlrechtes. Konzept, Papier, 2 Folien, mit der Paraphe des Kaisers: Kabinettskanzlei ZI. 288/1907. — Das Gesetz war vom Ab­geordnetenhaus auf Grund der Bemühungen des Minister­präsidenten Max Freiherrn von Beck am 1. Dezember 1906 angenommen worden. Die ersten allgemeinen Wahlen in Österreich fanden unter Ausschluß der Frauen im Mai 1907 statt. Als stärkste Partei gingen aus ihnen die Christlich­sozialen hervor. 301. 1908 Oktober 4, Wien. Vortrag des Außenministers Ährenthal über die Annexion Bosniens und der Herzegowina durch Österreich auf Grund des Ber­liner Vertrages von 1878 (vgl. Nr. 292 und 293). Orig., Papier, 2 Folien: Kabinettskanzlei ZI. 3006/1908. — Österreich-Ungarn annektierte Bosnien und die Herzegowina und zog seine Truppen aus dem Sandschak von Novibazar zurück. Durch den Widerstand Rußland und Serbiens gegen diese Maßnahmen wäre es schon damals beinahe zu einem allgemeinen Krieg gekommen. XXX. Die Kultur zur Zeit Franz Josephs I. 302. 1856 Juni 28, Wien. Dr. Theodor Sickel ersucht im Zusammenhang mit seiner Bewerbung um eine Stelle an der Wiener Universität den Chef der obersten Polizeibehörde, Baron Kempen, um Nachsicht in der Beurteilung seines bisherigen politischen Verhaltens. Orig., Papier, 2 Folien, ganz eigenhändig: Informations­büro, BM-Akten Karton 95. — Der aus Sachsen stammende Gelehrte (1826—1908) wurde noch im Herbst 1856 zum Do­zenten des 1854 gegründeten Instituts für österreichische

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