Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

97 diesem Gespräch mit dem österreichischen Thronfolger die allgemeine politische und militärische Situation der Mittel­mächte erörtert, wobei er einen Präventivkrieg ablehnte. 296. 1890 März 26, Berlin. Fürst Bismarck dankt Kaiser Franz Joseph für dessen Handschreiben anläßlich seines Rücktrittes. Orig., Papier, 2 Folien, ganz eigenhändig: Kabinettsarchiv, Geheimakten Karton 2. — Fol. 2V: „Eure Majestät wollen mir huldreich verzeihen, wenn der hohe Werth, den ich auf Allerhöchstdero Beurtheilung lege, mich bewegt, nur für Eure Majestät selbst die Tatsache festzustellen, daß ich ein zu pflichgetreuer Offizier und Vasall meines Herrn bin, um angesichts der Krisen, die uns im Innern bevorzustehen scheinen, meinen Posten freiwillig zu verlassen.“ 297. 1890 April 3/5, Berlin. Kaiser Wilhelm II. berichtet Kaiser Franz Joseph die Vorgeschichte des Rücktrit­tes des Fürsten Bismarck, der nach der kaiserlichen Darstellung infolge innenpolitischer Meinungsver­schiedenheiten nicht mehr zur Zusammenarbeit mit ihm bereit war. Orig., Papier, 10 Folien, ganz eigenhändig: Kabinettsarchiv, Geheimakten Karton 2. 298. 1896 Juni 14, Lainz. Testament der Kaiserin Elisabeth von Österreich. Orig., Papier, 4 Folien, mit dem Siegel und der Unter­schrift der Kaiserin und den Unterschriften des Kaisers und des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand: Familienur­kunden Nr. 2781. — Die Kaiserin ist bald darauf, am 10. Sep­tember 1898, in Genf von dem italienischen Anarchisten Luccheni ermordet worden. 299. 1900 Juni 28, Wien. Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este beeidet die Erklärung über seine Ver­mählung mit der Gräfin Sophie Chotek. Druck, Papier, 2 Folien, in Samt gebunden, mit der eigen­händigen Unterschrift und dem Siegel Franz Ferdinands: 7

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