Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

96 Orig., Pergamentlibell, Druck, 24 Seiten, in Samt gebunden, mit den Siegeln und Unterschriften der Bevollmächtigten (auf S. 23 Andrássy, Károly, Haymerle, Bismarck, Bülow, Hohenlohe, Waddington, Saint-Valliers und Desprez): Ur­kundenreihe. — Rußland hatte der Türkei wegen der Religionsfreiheit der christlichen Untertanen und der Durch­führung verschiedener Reformen 1877 den Krieg erklärt, der nach den russischen Siegen am 3. März 1878 durch den Frieden von San Stefano beendet wurde. Das Ergebnis des anschließend von Österreich einberufenen Berliner Kon­gresses war der vorliegende Vertrag, durch den Bulgarien ein autonomes Fürstentum unter türkischer Oberhoheit wurde. Montenegro, Serbien und Rumänien erlangten die Unab­hängigkeit, Bosnien und die Herzegowina wurden von Öster­reich besetzt und verwaltet, Ardahan, Kars und Batum an Rußland abgetreten. 293. 1879 April 21, Konstantinopel. Österreich-Ungarn und die Türkei schließen einen Vertrag über die Okku­pation Bosniens und der Herzegowina gemäß Artikel 25 des Berliner Vertrages (vgl. Nr. 292). Orig., Papier, 8 Folien, mit den Unterschriften und Siegeln der Bevollmächtigten Zichy, Al. Carathéodory und Munif: Urkundenreihe. 294. 1882 Mai 20, Wien. Österreich-Ungarn, Deutschland und Italien schließen auf fünf Jahre ein Defensiv­bündnis (erster, geheimer Dreibundvertrag). Orig., Papier, 4 Folien, mit den Unterschriften und Siegeln der Bevollmächtigten Kálnoky, Reuß und Robilant: Urkun­denreihe. — Die Sorge vor einem drohenden russisch­französischen Bündnis hatte Deutschland 1879 zum Abschluß des Zweibundes mit Österreich bewogen, dem sich Italien wegen der französischen Politik in Tunis anschloß. 295. 1887 März 19, Potsdam. Eigenhändige Aufzeichnun­gen des Kronprinzen Rudolf über eine Unterredung mit Bismarck. Orig., Papier, 6 Folien, ganz eigenhändig: Kabinettsarchiv, Geheimakten Karton 19. — Der preußische Kanzler hatte in

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