Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

95 Konzept der kaiserlichen Entschließung, Papier, 2 Folien, mit der Paraphe des Kaisers: Kabinettskanzlei ZI. 4680/1867. — Gemeinsam blieben die Äußeren Angelegenheiten, das Kriegs- und das Finanzwesen, die in jährlich einzuberufen­den Delegationen beraten werden sollten. Das Reich hieß von nun an „österreichisch-ungarische Monarchie“. Die ge­meinsamen Behörden waren „k. u. k.“ („kaiserlich und königlich“), die österreichischen „k. k.“, die ungarischen „kgl.“. 290. 1870 Juli 31, Metz. Kaiser Napoleon III. von Frank­reich macht Kaiser Franz Joseph auf die für ganz Europa verhängnisvollen Folgen einer Niederlage Frankreichs gegen Preußen aufmerksam und bittet Österreich und Italien um Hilfe. Orig., Papier, 2 Folien, ganz eigenhändig: Politisches Ar­chiv IX, Fasz. 93. — Der preußisch-französische Krieg war am 19. Juli 1870 wegen Differenzen in der Frage der spani­schen Thronfolge ausgebrochen. Am Tag nach der Schlacht von Sedan (1. September) kapitulierte der französische Kaiser mit 100.000 Mann. Im endgültigen Frieden von Frankfurt am 10. Mai 1871 mußte Frankreich Elsaß-Lothringen an Deutschland abtreten und eine Kriegsentschädigung von 5 Milliarden Francs zahlen. 291. 1871 Jänner 29, Versailles. Notifikationsschreiben des deutschen Kaisers Wilhelm I. an Kaiser Franz Jo­seph I. über die Errichtung des Deutschen Reiches und die Annahme der Kaiserkrone. Orig., Papier, 2 Folien, mit den eigenhändigen Unter­schriften Wilhelms I. und Bismarcks: Politisches Archiv III, Fasz. 107. — Nach dem Sieg über Frankreich war König Wilhelm I. von Preußen am 18. Jänner 1871 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum deutschen Kaiser ausge­rufen worden. 292. 1878 Juli 13, Berlin. Österreich, Deutschland, Frank­reich, Großbritannien, Italien, Rußland und die Tür­kei schließen einen Vertrag über die Ordnung der orientalischen Verhältnisse.

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