Burgtheater in Dokumenten

Historischer Überblick

- 36 ­Hoftheaterdirektors und -pächters PoLlffy um Gewährung weiterer Geld­zuschüsse, beziehungsweise über die tristen Aussichten bei Weiterführung der Verpachtung und die Erörterung einer allfälligen staatlichen Ver­waltung der Hoftheater. Dazu kslo Resolution: die Erhöhung des staatlichen Zuschusses über den bisherigen Betrag von 30.000 fl. G.M. (=90.000 fl. Wiener Währung) "findet nicht statt, und ist selber mit aller Strenge zu Erfüllung seiner Kontraktsverbindlichkeiten zu ver­halten". b) 1817 Jan. 26, Geheimes Kabinetts­schreiben des Ks. an Stadion mit der Mitteilung, daß die offizielle Re­solution (siehe unter a) nur dazu dient, um P§.lffy zu einem für den Staatsschatz möglichst günstigen Verzicht zu veranlassen, zu welchen Verhandlungen Stadion hiemit die Vollmacht übertragen erhält. Ferner als Nachsatz: Für eine künftige Ärarialregie bestimmte Ks. Franz, "daß Ich sodann bloß deutsche Schau­spiele und deutsche Singspiele zu unterhalten gesinnt bin". c) 1817 Juni 14, Ks. Franz genehmigt den mit Pálffy abgeschlossenen Ver­trag zur vorzeitigen Auflösung der Hoftheaterpacht, fordert Auskünfte über die Modalitäten zur sofortigen Abstellung der Ballette und befiehlt die größtmögliche Sparsamkeit in der Betriebsführung.

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