Imre Jakabffy (szerk.): Ars Decorativa 8. (Budapest, 1984)

SZILÁGYI, András: Fortleben einer mittelalterlichen Komposition im 16—17. Jahrhundert

G. MITRA MIT GESTICKTER VERZIERUNG, SPANIEN (?), UM 1560. MUSEO DEGLI ARGENTI, FIRENZE Dieses Phänomen liegt fern davon, in verschiedenen Kunstgattungen auf ähn­liche Weise zur Geltung zu kommen. Die einschlägigen Beispiele können wir zumeist im Bereich der Druckgraphik, vor allem unter den sogenannten kleinen Andachts­bildern und den Buchillustrationen vor­führen. In diesem Zusammenhang verwei­sen wir auf den in dieser Kunstgattung tätigen Münchener Kupferstecher und Ver­leger, Peter König; einen grossen Teil sei­nes Oeuvres schuf dieser Meister für die Jesuiten-Kollegien zu München und Ingol­7. KUPFERSTICH VON PETER KÖNIG, MÜNCHEN, UM 1620 Stadt. 13 Diesen Aufträgen genügend gab er einige Flugblätter religiösen Inhaltes her­aus, die meistens von je einem, ziemlich altmodischen, sogar auf Werken spätmit­telalterlicher Meister zurückgreifenden Kupferstich illustriert wurden. Die hier behandelte, die Kombination der Mono­gramme Jesu und Mariens aufweisende Komposition kommt auf einem seiner illustrierten Flugblätter auch zur Erschei­nung; ein Exemplar davon wurde im Ku­pferstichkabinett des Germanischen Na­tionalmuseums, Nürnberg, aufbewahrt (Abb. 7). 14 Die einzelnen Motive sind hier auf solche Weise piaciért und gruppiert, dass diese Kompositionslösung mit jener eines niederländischen Holzreliefs vom An-

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