Leitfaden über das Militär-Oekonomie-Verfahren der Stabs-offiziere der kaiserl. königl. Oesterreichischen Armee (Wien, Trieszt, 1821)

So 1. Hauptst ti ck. gebildet werden sollen, bezeichnet schon das Ziel und die Grenze, auf welche Gegenstände, und bis wie weit der Unterricht sich zu erstrecken habe. Weil jedoch mit diesem Unterricht allein dem Zweck dieses Instituts nicht vollkommen entsprochen würde, so haben dieselben auch daraufzu sehen, damit mit diesem auch die Bildung des Herzens, und Erweckung aller je­ner Tugenden verbunden werde, die dem Krieger allein Kraft und Muth gewähren, den mancherlei) Unannehm­lichkeiten nud Gefahren seines Standes entgegen zu ge­hen, und sie mit Standhaftigkeit zu ertragen. Ohne Religion, Gefühl für National-Ehre, Anhäng­lichkeit an den Monarchen und Subordination, kann kein wahrer militärischer Geist bestehen. Diese Gefühle bey den Knaben erwecken, und in ihnen erhalten, so wie sie vor den Fehlern warnen zu lassen, welche sie unvermeidlich in's Verderben stürzen, muß ein Hanprgegenstand der mi­litärischen Erziehung seyn, wohin der Reg>ments-Comman- dant mit-den Stays-Officieren unablässig wirken müssen. $. g3. Dieselben müssen auch dem Commandanten und Leh­rer besonders empfehlen, sich das Vertrauen und die An­hänglichkeit der Kinder zrt erwerben, welche gewöhnlich mehr durch Belohnungen, als durch Strafen zur Erfül­lung ihrer Pflichten angeejfert werden. §• 94­Da nichts so sehr den Körper stärkt, den Wachsthum befördert, und Gesundheit und Munterkeit erhält, als die Bewegung in frischer Luft, und die mäßige Uebung der größer» Knaben in Waffen, im Fechten und im Schwim­men; so haben der Regiments-Commandant, und so auch die Srabs-Officiere hierauf ihr besonderes Augenmerk zu richten. §» 90» Zur Bedeckung der Erfordernisse für dieses Institut sind voin Regiments - Commandanten dcr halbjährige Er­S Senegmen, bet ^rjieöunßi'Som» münbanten unb äßegm gegen bie Knaben.,-Söovauf fonfl noch bie Stabs» Pificiere it)t Vor» iüglitbei Siugen» mcrf äu ritöten tab.cn. SBai bie Gom» inóhbanten ijin» fiAUitbbes^tfps.

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