Leitfaden über das Militär-Oekonomie-Verfahren der Stabs-offiziere der kaiserl. königl. Oesterreichischen Armee (Wien, Trieszt, 1821)
bezeichnet, der Arbeiter muß sich einen hölzernen Stämpel mit Nr. 3i machen lassen, und alle von ihm erzeugten Sorten mit diesem Stcimvel bezeichnen. In diesem Protocoll werden jedesmahl die ihm zur Erzeugung übergebenen 0orten eingetragen, und nach jedesmnhliger Ablieferung wieder abgeschrieben ;wird durch einen derley Arbeiter etwas verdorben, oder wird von demselben gar etwas entwendet, so wird der Gursteher zur Bezahlung verhalten, im Fall der Arbeiter den verursachten Schaden nicht zu bezahlen vermag. Wird der Arbeiter einigemahl wegen schlechter Arbeitermahnt, und bessert er sich nicht, so wird ihm keine Arbeit mehr erfolgt. §. 3 g 0. Für die Militzer in der Werkstatt wird ein eigenes Protocoll unterhalten, in welchem jeder ebenfalls sein eigenes Blatt und Nummer hat, und. alle von jedem einzelnen erzeugten Sorten müssen mit seinem Nummer bezeichnet seyn. Diese fassen aber die zugeschnittenen Sorten nicht jeder einzeln, sondern ein hierzu bestimmter Altgesell faßt für die ganze Werkstatt, vertheilt sie unter die Arbeiter, und zeigt dann dem Officier an, wie viel er jedwedem erfolgt habe. Vermög dieser Eingabe wird dann jedem das Empfangene in dem Protocoll fürgeschrieben, und nach der Verfertigung abgestattet. Alle sowohl von Civilisten als Militzern erzeugte Sorten werden sogleich bey ihrer Einlieferung oder Abgabe von den Meistern, Altgesellen, oder auch Militzernvi.fi- tirt, und von dem Visttirenden mit seinem Nummer bezeichnet ; damit aber auch über diese Visttirung eine Con- trolle bestehe, werden alle Wochen am Freytag die durch die ganze Woche sowohl durch Milißer, als Civilisten fertig eingegangenen Sorten nochmahls von sämmtlichen Mithaftern und Departements--Officieren visitirt. Findet sich nun etwas, welches schlecht bearbeitet, und dennoch von dem Visitirenden als gut anerkannt worden ist, V.d.Pflichten d.Stabs-Off. bey d.Mont.Oek.Commiss. 121 $iif;ntng eine* eigenen ^rotocoí- le» in SÖetrefFfcee 'OTtUgcr in bet SBei-iftatt wiri) ftneropfeljien.