A muraközi uradalom gazdasága és társadalma a 17-18. században - Zalai gyűjtemény 68. (Zalaegerszeg, 2010)

Bevezető

A Muraköznek Styriával határos része hegyes lévén, ebben igen jóféle bor terem, me­lyet a magyarországi borok között a legjobbak közül valónak tartanak: a határos óstriai tartományokban is igen nagy kelete van az insulaner nevezet alatt."20 Die Murinsel wurde im Laufe der Geschichte ein Verwaltungskreis des Ko- mitats Zala, die Protokollschriften der Komitatsversammlungen aus den 40er Jahren des 17. Jahrhunderts berichten über die Wahl eines Stuhlrichters und Ge­schworenen eigens auf der Mur insei. Die Gegend wurde - im Vergleich zu an­deren Gebieten des Komitats - in den Zeiten des Türkenkrieges nicht so stark heimgesucht, trotz ihrer Verluste war die Bevölkerungsdichte hier höher als der Komitatsdurchschnitt. Aus diesem Grunde versuchte das Komitat Zala am An­fang des 18. Jahrhunderts immer einen größeren Teil der Erfüllung seiner steuer­lichen Belastungen an die Murinsel aufzuerlegen. Am 17. 06.1714 wurde in ei­nem Abkommen festgelegt, dass das Gebiet Murinsel ein Fünftel der Steuern des Komitats zu übernehmen hat. Das Prinzip der Quintilität wurde dann noch Jahrzehnte lang verwendet. Die Festlegung der Steuern war die Aufgabe der Ver­waltungsbeamten des Komitats, für ihre Erhebung waren bis 1750 die Gutshöfe 20 Teleki 1993. Domokos Teleki bereiste die Murinsel im Jahre 1795. Wortwörtliche deutschsprachige Version des zitierten archaischen Textteils: Jenes Gebiet vom Komitat Zala, das zwischen der Mur und Drau an der Grenze zu Steiermark liegt, wird Murinsel genannt, und bildet einen Kreis eines besonderen Komitats. Das ist ein wirklich sehr schönes Land: nämlich ein Teil von ihm, das an Stei­ermark grenzt, ist bergig und waldig, anderes Land von ihm besteht aus fruchtbaren Getreidefeldern, Auen und Wiesen, die Wiesen sind mit Bäumen reich bewachsen und mit Sträuchem bedeckt. Es gibt zahlreiche Dörfer, und das eine liegt dem anderen sehr nah. Diese Insel ist dicht bevölkert, sie hat eine Ausbreitung von sechzehn Meilen und sie wird ja von sechsundvierzigtausend Menschen be­wohnt, ihre Ortsanzahl beläuft auf einhundertdreizehn. Obwohl diese eigentlich kleine Ortschaften sind, hat eine jede von ihnen ein eigenes Kirchlein. Die hier wohnenden Menschen sind alle von kroa­tischer Abstammung und sind katholisch. Sie werden als fleißige und sanfte Menschen, aber auch Menschen schlauer Moral beschrieben; über Diebstahl und Mordsfälle hört man unter ihnen nicht, sie sind fleißige Bauern und sie sind auch wohlhabend, wozu sie am meisten verholfen hat, dass sie mit Beförderungen sehr gut verdienen. Die Menschen aus der Murinsel fahren ja nach Trieste, Fiume (Ri­jeka), nach Kroatien, nach Pest und Ofen (Buda) und sie fahren in die Städte im östlichen Teil des Lan­des, um dorthin vor allem Handelswaren zu transportieren. Ihre Pferde sind sehr groß und kräftig, sie können auch als sehr schön bezeichnet werden. Es wird gesagt, dass Graf Althan, der große Vor­fahrer der Menschen von heute auch selbst eine Gestüt hatte und züchtete eine spanische Rasse und er ließ diese Pferderasse auch seine Bauern züchten, wonach die Pferde der Murinsel eigentlich spa­nischer Abstammung sind. Die Rinder sind hier so wie in den Komitaten Branau und Somodéi, also von kleinerem Wuchs, auch die Schweine sind kleiner. Hier wird Rinderökonomie verwirklicht, indem sie mit ihren Rindern unter sich handeln, jedoch keinen veräußerlichen Handel mit denen vornehmen, da hier die Grenzen klein und die Weiden sind von kleiner Menge sind, körmen nicht so viele Rinder gezüchtet werden. Schafe werden von den hie­sigen Bauern nicht gehalten, offensichtlich wegen der Knappheit der Weiden. Da an die Steiermark grenzende Seite der Murinsel bergig ist, werden hier sehr gute Weine ange­baut, die unter den ungarischen Weinsorten für eine der besten gehalten werden: in den angrenzen­den österreichischen Ländern ist der Wein der Insel, namentlich der Insulaner gefragt und beliebt. 63

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