Petánovics Katalin: A Festeticsek balatonkeresztúri uradalmának kontraktusai 1772-1793 - Zalai Gyűjtemény 17. (Zalaegerszeg, 1981)

13. Deutscher Auszug — Német kivonat

AUSZUG Nach tier Vertreibung der Türken und der Niederschlagung des Rákóczi­Freiheitskampfes war das Land verarmt und entvölkert. Durch zentrale Maßnahmen, aber auch auf Initiative der Grundbesitzer selbst begann eine ausgedehnte Wiederbesiedlung, wobei den Einwanderern Boden und ver­schiedene Vergünstigungen versprochen wurden. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war die Bewegung auch innerhalb des Landes recht groß; die Leibeigenen verließen ihre Feudalherren und gingen dorthin, wo ihnen größere Zugeständnisse und bessere Lebensbedingungen versprochen wurden. Kristóf Festetics gehörte dem Mitteladel an. der sein Vermögen durch den Kauf von Grundbesitz vermehrte und seinen Leibeigenen anfangs Zuges­tandnisse machte, um sie halten zu können. Sobald die Migration zu Ende ging und die Bevölkerung des Landes zugenommen hatte, reduzierten die Grundbesitzer allmählich die früher zugestandenen Vergünstigungen und belasteten die Leibeigenen mit neuen Frondiensten und Abgaben. Die entwickelten Lander Europas machten im 1 8. Jahrhundert eine starke Industrialisierung und Kapitalisierung durch. Von dieser Wirkung blieb Ungarn nicht unberührt, tier Ubergang zur Warenproduktion war aber wegen mangelnder Industrie auf die Großgrundbesitze beschrankt. Die warenproduzierenden Bestrebungen der Großgrundbesitzer hatten mangels Kapitals Doppelcharakter und basierten größtenteils auf Fronarbeit, in nur sehr geringem Maße auf Lohnarbeit. Geldmangel war auch die Ursache für die verhältnismäßig geringe Anzahl von Vertragsknechten, machte doch gerade deren Entlohnung m tien Großgrundbesitzen einen bedeutenden Teil der Ausgaben aus. Kristóf Festetics galt als Ausnahme, da er 1766 nahezu 180 Knechte und Mägde beschäftigte. Fs wurde zwar festgestellt, daß qualitativ schlechte Fronarbeit geleistet wurde, doch konnten nur bei Arbeitsspitzen im Sommer (Heumahd. Ernte, Drusch) oder dem Spezialkenntnisse voraussetzenden Weinbau Arbeiter für Naturallohn bzw. für Geld arbeitende Wanderarbeiter beschäftigt werden. Auch die Erhöhung der Warenproduktion blieb z.T. extensiv (z.B. Erhöhung der Anbaufläche durch Ablösung von Leibeigenen flächen bzw. Rodungen und durch die Trockenlegung von Sümpfen) und war nur zum Teil Folge einer Intensivierung (Ubergang zur Düngung von Äckern und Wiesen. Einfuhr rentabler Tierrassen aus westeuropäischen Ländern usw.) Die Hauptausfuhrprodukte waren Getreide, Tiere und Wein. Das Zollsystem

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