Régészeti tanulmányok - Zalai Gyűjtemény 6. (Zalaegerszeg, 1976)

Szőke Béla Miklós: Zala vár

Auf dieser Grundlage sind die Ergebnisse unserer kritischen Ubersicht die folgenden: 1. Die sog. großsärgigen Gräber in der untersten Schicht der Begräbnisstätte von Zalavár-Vársziget können weder auf Grund der archäologischen noch der anthropologischen Untersuchungen an irgendein — fränkisches oder slawisches — Volkstum geknüpft werden. Die hier ans Tageslicht gekommenen Funde kommen teils auf dem gesamten östlichen Grenzgebiet des Fränkischen Reichs vor, teils sind sie als Importgegenstände bewertbar. Die mit besonderer Sorgfalt erfolgte Bestattung und der verhältnismäßig hohe Wert der Gegenstände können nur als Widerspiegelung der gesellschaftlichen Differenzen gedeutet werden. Auf dieser Grundlage aber müßten auch jene Gedankengänge, die diese Begräbnisstätte an ein bestimmtes Volkstum knüpfen, einer Revision unterzogen werden. 2. Die Schichtverhältnisse der Basilika in Zalavár-Récéskut weisen folgende chronologische Reihenfolge auf: die erste Ansiedelung auf der Insel dürfte Mitte des 9. Jahrhunderts erfolgt sein. In jener Zeit wurde die Steinbasilika erbaut, und zur gleichen Zeit — oder nur wenig früher — kam die „Ansiedelung" der Schichte S — С —T zustande, die A. Cs. Sós auf die Wende des 8. und 9. Jahrhunderts datierte. Sehr bald erlischt (?) diese „Siedlung", und in ihre Schichte geraten die Gräber der um die Kirche angelegten Begräbnisstätte. Die Bestattungen dürften um die Zeit der Landnahme eingestellt worden sein, da die erste Zerstörung der Basilika mit großer Wahrscheinlichkeit mit diesem historischen Ereignis im Zusammenhang steht. Die Basilika wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts wiedererbaut, rund um diese wird wieder beerdigt, und damals entstanden auch jene Abbruch- und Baugerüste, die Á. Cs. Sós als Holzkirchen interprätierte. 3. Die Rekonstruktion des historisch-topographischen Bildes des Siedlungs­komplexes von Zalavár kann — obwohl uns nur verhältnismäßig spärliche Angaben zur Verfügung stehen — nach der von Á. Cs. Sós aufgeworfenen Analogie der slawischen Schanzburgen an der Elbe nicht gelöst werden. Dagegen weisen die mährischen Schanzburgen mehrere Parallelen auf, wie — über die befestigungs­technischen Beziehungen hinaus — die Geländeauswahl und auch die innere Struktur des Siedlungskomplexes, die ähnlich wie die Höfe des mährischen Adels aufgebaut zu sein scheinen. Er kann jedoch auf Grund der von W. Hensel bes­timmten Kategorien weder als Stadtkeim, noch als Lokationsstadt angesprochen werden — wie auch die großen mährischen Schanzburgen nicht. Бела Миклош Сёке: ЗАЛАВАР (Резюме) Раскопки, начавшиеся после освобождения страны, принесли с собой коренные изменения в исследованиях Залавара. Настоящим критическим обзором мы не намереваемся поставить под вопрос ценности и результаты этих достижений, а хотим всего-навсего затронуть в отношении их оценки лишь несколько новых аспектов. Нашей принципиальной исходной точкой явилось то, что археологи­ческие явления этого периода мы не можем расценивать исходя из этни­ческих основ — тем более нельзя этого делать в случае административ­ного центра, центра власти. С другой стороны с особой осторожностью

Next

/
Thumbnails
Contents