Vízügyi Közlemények, 2002 (84. évfolyam)
4. füzet - Klemeš, Vit: A simuló eloszlásfüggvények és az L-momentumok fetisizálása a hidrológiában
650 Vit Klemes Zusammenfassend konnte festgestellt werden, daß die während der vergangenen etwa 50 Jahre stattgefundene Mathematisierung der hydrologischen Häufigkeitsanalyse keineswegs zur Erhöhung der Zuverlässigkeit der Schätzung großer Extremwerte geführt hat. Eswurden also auch die Möglichkeiten zur Abschätzung der Sicherheit derjenigen Anlagen keineswegs verbessert, deren Planungscharakteristika eben auf diesen Schätzungen basieren. Die heutzutage allgemein verwendeten Verteilungsmodelle eignen sich, auch wenn in anscheinend strenge mathematische Gewänder gekleidet, keineswegs besser - sondern im Gegenteil: eher noch weniger—zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeiten seltener Ereignisse, als die nun schon vor fast 100 Jahren, „nach Augenmaß" stattgefündenen Verlängerungen der Dauerkurven. Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, daß die heute modischen Methoden in zunehmendem Maße auf denjenigen Teilen der Beobachtungsreihen basieren, welche entweder irreführende Informationen über die großen Extremwerte liefern, oder völlig uninteressant sind, da ihnen jedes beliebige Modell angepaßt werden kann. Deshalb ist der größere Teil der Häufigkeitanalyse, so streng und elegant sie auch einen immer anmuten mag, falsch und sogar gefährlich. Sie erweckt nämlich die Illusion eines Wissens, welches in der Tat nicht vorhanden ist; diese Illusion ist aber weit gefährlicher, als die Kenntnis der Unkenntnis. Die hydrologischen Extremwerte müssen natürlich in jedem Fall berücksichtigt werden, wenn es um die Sicherheit wasserbezogener Anlagen geht, ungeachtet dessen, ob die Wahrscheinlichkeiten dieser Ereignisse wissenschaftlich ermittelt werden können oder nicht. Ortega y Gasset hat nämlich bereits vor einem halben Jahrhundert festgestellt: „Das Leben kann nicht warten, bis die Wissenschaften das Weltall wissenschaftlich erklärt haben werden." Bis dahin sind wir auf Vermutungen angewiesen, doch wäre es völlig verfehlt, diese Vermutungen in die Aura der Strenge und Wissenschaftlichkeit einzuhüllen. Im Interesse einer ehrlichen Praxis wäre es vielmehr zu empfehlen, in professionellem Einverständnis — und im Einklang mit dem gegenwärtigen Mangel an einer auf die Extrapolation der oberen Strecken von Verteilungsfunktionen bezogenen authentischen wissenschaftlichen Basis — uns mit der Anwendung einfacher Extrapolationsverfahren zu begnügen (Klemes 1987). Inzwischen soll die Arbeit für ein besseres Verständnis des „hydrologischen Würfelspieles" fortgesetzt werden (Eagleson 1972, Klemes 1978). * * * Фетишизация теоретических функций распределения вероятностей и первгого момента в гидрологии Проф. Вит КЛЕМЕШ дипл. инженер Данная научная статья основывается на научной лекции, представленной автором по случаю его награждения премией Ван Те Чоу в 1998 году и на повторной лекции в Венгерском Гидрологическом Обществе в 2002 году. Научной статью доказывается, что кривая продолжительости, часто употребляемая в практике гидрологии и водного строительства и составленная по некоторым гидрологическим переменным после их упорядочения в порядке увеличения их значения что может назваться эмпирической функцией распределения - в линейной или логарафмической форме или в форме изображения в клетчатой бумаге вероятностной шкалы (рис. 1), может быть экстраполирована только с той уверенностью в интерваллс весьма редких событий (как наводнения) с помощью разных способов математической статистики (как „модели распределения"), какая и обеспечивается простым продолжением верхней части кривой продолжительности от руки („на глаз"), как это было сделано впервые американским инженером Аллан Хазеным в 1914 году.