Vízügyi Közlemények, 2002 (84. évfolyam)

1. füzet - Kozák Miklós: A vízerő-hasznosítás és a lefolyás-szabályozás, mint a fenntartható fejlődés alapjai

A vízerő-hasznosítás és a lefolyás-szabályozás, mint a fenntartható fejlődés alapjai 119 greifenden Organisationen, andererseits auf die Tatsache, daß im ungarischen Umweltschutz während der letzten Jahre eine auf den Tatsachen basierende Anschauungsweise nicht zur Gel­tung kommen konnte. Zusammenfassend macht der Verfasser folgende Feststellungen: — Die Existenzbedingungen der Menschheit und die Sicherstellung ihrer Entwicklungs­basen (Wasser, Luft, Energie) sind gefährdet. Die primäre Ursache dessen ist die um­weltverschmutzende Energieerzeugung auf fossiler Basis, mit welcher eine nachhaltige Entwicklung langfristig keineswegs gesichert werden kann. Die zweite Ursache ist, daß bei der Entwicklung der Wasserwirtschaft und der Wasserkraftnutzung in weltweitem Maßstab die kurzsichtige und nicht die prognostisch veranlagte Anschauungsweise zur Geltung kommt. — Neben den gutgemeinten Umweltschutz-Bestrebungen sind in aller Welt auch unfach­mäßige Wortführer hervorgetreten, welche gegen die Abflußregelung der Flüsse und gegen die Wasserkraftnutzung Stellung nehmen. Um ihre falschen Feststellungen zu „begründem", bedienen sie sich oft von der Wissenschaft und von jeglicher Fachkennt­nis unabhängiger Experten. Das wirksamste Mittel zum Schutz der Umwelt bzw. der Natur kann allein nur eine rascher Verbreitung der Nutzung sich erneuernder Energie­quellen, darunter des Wassers, sein. — Die Verteter der falschen Anschauungsweise sind indifferent gegenüber der heutigen nun schon untolerierbaren, weltweiten Unverhälnismäßigkeiten der Wasser- und Ener­gieversorgung, welchen das Elend, die Armut und der Rückstand hauptsächlich zuzu­schreiben sind. — Die Schlüsselfrage der Behebung des weltweiten Elends ist eine sinnvollere Bewirt­schaftung von Wasser und Energie, deren unabkömmliches Mittel die Wasserspeiche­rung und deren Mehrzwecknutzung ist, wofür es keine „Alternative" gibt. Auch die Sparsamkeit mit dem Wasser ist wichtig, aber nicht ausreichend. Es werden immer mehr Speicher benötigt, ihre Errichtung ist unumgehbar. Sie ermöglichen eine Mehr­zwecknutzung. Es wäre unvernünftig, auf die Wasserkraftnutzung zu verzichten, die heute 20% der Energieproduktion der Welt liefert. — Der Süßwasservorrat nimmt ab, die Ansprüche nehmen zu: ein Problem, das — neben der Sparsamkeit — mit Wasserspeicherung gelöst werden kann. Unsere Existenzelemen­te (Wasser, Erdöl, Erdgas, Mineralien, usw.) können ihre Rollen nur erfüllen, wenn sie nutzbar gemacht werden. Deshalb muß das Wasser „erwischt", d.h. gespeichert werden. Die betreffende Wassermenge entstammt dem Einzugsgebiet, Rückhaltebecken könen jedoch nur an geeigeneten Orten errichtet werden Dies bedeutet aber keineswegs, daß ein Speicher nur mit Erlaubnis der dort Lebenden gebaut werden kann, steht ja die Mehrzwecknutzung der Wasservorräte im Interesse eines ganzen Landes, was immer Vorrang vor dem Interesse der lokalen Minderheit haben muß. Wird durch dem Bau des Speichers den lokalen Einwohner Schaden zugefügt, so müssen sie natürlich für ihr ganzes Laben entschädigt werden. Der Nutzen der Investition ist dabei von Landesin­teresse, geht es ja um das Vermögen der ganzen Nation. — Die wissenschaftlichen Weltorganistaionen (ICOLD, ICID, IHA und IEA) haben den Bericht der WCD GR einstimmig zurückgeforfen, da in diesem Bericht eine kindische, dem praktischen Leben völlig fremde, Selbstinteressen widerrechtlich in den Vorder­grund stellende, unperspektivische und unfachmäßige Anschauungsweise zum Aus­druck kommt. Die IEA hat hingegen ihre neuesten, auf den Bau von Talsperren und auf den Umweltschutz bezogenen — in jeder Hinsicht akzeptablen - umfassenden Ansich­ten vor kurzem veröffentlicht. — Es wird oft damit argumentiert, die Wasserkraftanlagen seien „nicht konkurenzfahig"

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