Vízügyi Közlemények, 2001 (83. évfolyam)

3. füzet - Philipp István: Az árvízvédelmi földművek viselkedése

Az árvízvédelmi földművek viselkedése 487 ( Figure 5.). The lower layers should be more carefully worked into the natural soil layer, than the higher ones with each other. Consequently the objective of having these works built up to a uniform level of flood-protection capacity is a hopeless and wrong one. Flood defence activities should be urgently upgraded (training, organisation, technical development), since the expectations towards these activities became more sophisticated. * * * Das Verhalten der Erdbauten für Hochwasserschutz von Dipl.-Ing. István PHILIPP Es wird gezeigt, daß die Hochwasserschutzanlagen, strukturell gesehen, äußerst hetero­gene Erbauten sind. Dies ist dem Zustand zuzuschreiben, daß bei ihrer Anfangs Errichtung recht unterschiedliche Gesichtspunkte befolgt wurden. Anfangs war es die an den Flüssen an­gesiedelte Bevölkerung (Fischer, Kleinfischer) selbst, die für ihre eigene Zwecke „Bauwerke" errichtete. Später wurden diese Werke im Interesse einer kommerziellen Produktion, jedoch noch immer ohne wissenschaftliche Erwägungen und Vorschriften, weiterentwickelt. Dabei waren es noch immer die einzelnen Interessenten oder ihre Genossenschaften, die die Arbeiten, bis zur Verstaatlichung, auc eigenen Kraftquellen und mit den jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln durchfuhren ließen. (Schauflerbanden mit Handwekzeugen, später mit Schubkarren noch später Kippkarren-Untemehmen Sowie Bauorganisationen der Wasserverbände.) Heute werden diese Arbeiten schon als staatliche Tätigkeiten, mit eigener oder gemieteter Maschinerie, nach behördlichen technischen Vorschriften und unter strenger Kontrolle durch­geführt. Die in den verschiedenen Zeiten mit unterschiedlichen Methoden eingebauten Erdschich­ten können auch noch heute in den Deichquerschnitten nachgewiesen werden. Im Laufe der Zeit hat sich das eingebaute heterogene, z.T. organisch verschmutzte Bodenmaterial, infolge der Verschmutzungen in der Luft und in den Gewässern, „gealtert", also hat sich ihre „Schutz­fähigkeit" infolge der chemischen und phyysischen Veränderungen gemindert. Der Ausbau auf eine äquivalente Schutzfähigkeit ist also eine hoffnungslose und veifehlte Vorstellung und Erwartung. Abhängig vom veränderlichen Wasserdruck der Hochwasserwelle vernäßt sich der Deich­körper, ausgehend von der Böschung auf der Wasserseite, allmählich (Bild 1). Im einfachsten Falle entsteht eine gerade Sickerlinie (Bild 2). In den großen Deichquerschnitten kommt es auch bei großen (hone und und andauernden) Hochwasserwellen nicht zur Bildung einer per­manenten Sickerkurve (Bild l.B). Aus einem Vergleich der Bilder LA und I. В geht hervor, daß sich die Durchnässung des Deichkörpers auch während der abfallenden Phase der Hochwas­serwelle fortsetzt. Die Gründung der Deiche ist eine äußerst wichtige technische Aufgabe (Bild 5). Die un­tersten Schichtenreihen müssen noch sorgfältiger mit der natürlichen Deckschicht des Bodens zusammengearbeitet werden, als die darüber befindlichen. Es ist dringend erforderlich, die Schutzaktivitäten (Ausbildung, Organisation, technische Entwicklung) wiederherzustellen, da die an die Schutzaktivitäten gestellten Erwartungen kei­neswegs geringer, sondern vielmehr erhöht wurden und sich inzwischen auch geändert haben.

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