Vízügyi Közlemények, 2000 (82. évfolyam)

3-4. szám - Somlyódy L.-Hock B.: A vízminőség és szabályozása Magyarországon

A vízminőség és szabályozása 521 that of the eighties of the past century. Due to the downstream-country character of Hungary, we have not much influence on these changes. The Water Framework Directive of the European Union, approved on the 14 t h of September, 2000, requests the co-ordinated preparation and implementation of basin-wide action programmes for entire river catchments (thus for the whole of the River Danube catchment), disregarding political borders. This imposes several tasks on Hungary, especially in the field of water quality management. The present Hungarian regulations do not comply with the requirements of the Framework Directive. The presently valid laws involve certain elements, which fit into this directive, but the basic institutions of the directive do not have appropriate weight. Compliance with the Framework Directive will require the review and modification of several Hungarian legislations and it also basically affects the bilateral agreements of Hungary with her neighbouring countries. We must also duly consider the proposals and guidelines on water quality of the Danube Convention, as well. * * * Die Wasserqualität und ihre Regelung von Prof. Dr.-Maschinenbauing. László SOMLYÓDY und Dr.— Ing Béla HOCK, CSc Verlauf und Regelung der Wasserqualität bilden ein entscheidendes Teilgebiet der Was­serwirtschaft, welches auch von der öffentlichen Meinung wahrgenommen wird. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte haben sich mehrere Studien und Aufsätze mit der Bewertung der Qua­lität der ober- und unterirdischen Wässer Ungarns befaßt. Spärlicher ist die Fachliteratur, die sich mit den Schmutzstoff-Emissionen, und äußerst bescheiden, die sich mit den wasserquali­täts-strategischen Fragen der Zukunft beschäftigt. Zur gleichzeitigen Behandlung dieser drei eng zusammenhängenden Themenkreise bietet sich selten Bedarf und Möglichkeit. Im nach­stehenden wird eben dies versucht. Besonders aktuell ist die Aufgabe im Licht des bevorste­henden EU-Anschlusses von Ungarn: die Aufstellung eines „Inventars" und die Erwägung der Frage „wie weiter?" sind fast unumgänglich geworden. Die Bewertung der Wasserqualität der Gewässer stütz sich auf die Daten von 239 Me­ßstellen und beschränkt sich auf vier Wassergüte-Kennzahlen: CSDd, Gesamtphosphor, Coli­form-Zahl und Chlorophyll-a. Für 23 Regionen des Landesgebietes wurden aggregierte Was­sergüteklassen ermittelt. Dafür wurden in einer bestimmten Region für jeden der vier Parameter die Durchschnittswerte der—jeweils von 1 bis bis 5 eingestuften, mit den Abfluß­werten nicht gewichteten — Gütekennzahlen sämtlicher Meßstellen der gewissen Region gebil­det. Die somit erhaltenen durchschnittlichen Gütekennzahlen der Regionen werden in Bild 1 veranschaulicht. Das Ergebnis dieser regionalen Datenverarbeitung weist daraufhin, daß die am meisten schwerwiegenden Wassergüte-Probleme mit dem mikrobiologischen Zustand und der Nährstoffbelastung zusammenhängen. Unser durch Eutrophierung am meisten gefährdeter seichter See ist der Balaton. Der sei­ne Biomasse bestimmende Hauptfaktor ist der Phosphor. Vor der Verminderung der Nährstoff­belastung des Sees hat der Höchstwert seiner Biomasse sogar 200 mg Chlorophyll-a/m 3 er­reicht. Die bislang verwirklichten Elemente der umfassenden Wassergüteschutz-Startegie haben die äußere Phosphor-Belastung des Sees um etwa 40% vermindert ; eine weitere Ver­minderung steht noch an. Der Zustand der unterirdischen Gewässer wird, aufgrund der gegenwärtig gültigen unga­rischen Norm und der EU-Vorschriften, mit Hilfe der verbreitet angewandten wasseraufberei­tungs-technologischen Klassen, in Bild 2 charakterisiert. Die Klassen sind durch den Komple-

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