Vízügyi Közlemények, 1999 (81. évfolyam)

4. füzet - Magyarics András-Pomogyi Piroska-Pék Tibor: A Kis-Balaton védőrendszer kialakítása, működésének eredményei

A Kis-Balaton védőrendszerének kialakítása, működésének eredményei 643 Wasser hier weiter geklärt werden, und zweitens sollten durch die Umwandlung dieses ursprüng­lich stag-nierenden Feuchtgebietes in eine Durchfließzone die — auch mit negativen Wasserquali­täts-Effekten einhergehenden und aufgrund der einschlägigen Forschungsergebnisse prognostizier­ten - Prozesse baldmöglichst beginnen. Im Hinblick auf sein Ziel, auf sein Ausmaß und auf seine geschichtliche Vergangenheit ist die­ses Schutzsystem auch im Weltmaßstab ein Unikat. So ist auch die Erwartung wohl begründet, daß es vielseitig, auf alle möglichen Beziehungen untersucht werden muß. Dementsprechend befaßten bzw. befassen sich zahlreiche Forscherteams von über 10 ungarischen Institutionen mit der Erschli­eßung der sich darin abspielenden chemischen, biologischen und stoffwechsel-bezogenen Prozesse bzw. mit seinem Natursohutz- und hydroökologischen Monitoring. Während der auf die Inbetriebsetzung des Hídvégi Sees folgenden ersten Periode haben sich einerseits die Strömungsverhältnisse geändert, wobei das anfangs reichliche Nährstoffangebot durch die bis dahin vorherrschende Makrophytonen sozusagen „aufgezehrt" wurde, infolge dessen ihr so­mit gelichteter Bestand - der Reihenfolge der Ürberflutung entsprechend - durch die mikroskopi­schen primären Produzenten, d.h. durch die Algen ersetzt wurde, wobei infolge des relativen N-De­fizits es zur Vermehrung von Organismen - nicht zuletzt der aeroben N-bindenden Organismen (Heterocysten-Cyanobacteria) - kam, welche imstande sind, den in der Luft vorhandenen Stickstoff zu binden. Als wichtigstes Ergebnis konnte verzeichnet werden, daß die durch den Zala-Fluß in die Keszt­helyer Seebucht getragene Menge an pflanzlichen Nährstoffen während der auf die Inbetriebsetzung der ersten zwei Einheiten des Schutzsystems K.BVR folgenden Periode beträchtlich abgenommen hat (Tabelle IV). Im Räume des Hídvégi Sees sind während der seit seiner Inbetriebsetzung verflossenen 12,5 Jahre mindestens 85 0001 Schwebstoff, 345 t Gesamtphosphor (inklusive 284 t Phosphat-Phosphor), 1000 t Gesamt-Stickstoff und 2700 t Nitrat-Sticksoff zurückgeblieben (Tabelle V). Die genannten Mengen des zurückgehaltenen Schweb- bzw. Nährstoffes sind jedoch unterschätzt, da die von den kleinen Zubringern des Hídvégi Sees sowie von seinem unmittelbaren Einzugsgebiet anfallenden Belastungen, in Ermangelung systematischer Messungen, nicht geschätzt werden können. An die au­ßerordentlich gute NährstoffVersorgung und -rückhaltung knüpft sich unmittelbar an, daß im Híd­végi See eine bedeutende Primärproduktion - d.h. ein organischer Stoffaufbau — im Gange ist. Zur Zeit spielt sich eine kräftige planktonische Eutrophierung ab, da die Organismen das Nährstoffdar­gebot — dank der mikrobialen Schleife - mehrfach umsetzen können, bzw. da zum Ablauf der Mak­rophyten-Sukzession eine längere Zeit benötigt wird. Seit der teilweisen Inbetriebsetzung des Ingói Hains sind etwa 5 Jahre vergangen. Während dieser Periode blieben wohl die folgenden weiteren Mengen zurück: 18 000 t Schwebstoff, etwa 44 t Gesamtphophor, 1200 t Gesamtstickstoff und 560 t Nitrat-Stickstoff. Aufgrund der lnput-Output­Daten kann jedoch auch festgestellt werden, daß während derselben Zeit etwa um 36,5 t mehr Phos­phat-Phosphor das Gebiet verließ, als es im zufloß. Die Phosphor-Bilanz ist jedoch auch aufgrund letzterer Daten positiv, da der Phosphat-Phosphor nur einen - wenn auch beträchtlichen - Anteil der geschätzten Gesamtphosphor-Menge ausmacht. So mag während dieser 5 Jahre etwa 8 t Phosphat­Phosphor auch dann im Ingói Hain zurückgeblieben seir, wenn die Auslösung der Phosphat-Phosp­hor- Form bedeutend war. Es muß dabei jedoch betont werden, daß die Stoffbilanz-Daten des Ingói Hains — infolge der Unsicherheit der Abflußdaten des Ausflußquerschnittes sowie verschiedener methodologischer und Probenahme-Probleme - mit höheren Fehlern belastet sind, als diejenigen des Hídvégi Sees. Zur Ermittlung des Ausmaßes dieser Fehler wurde 1998 zielorientierte Untersuchun­gen durchgeführt, deren Ergebnisse noch z.Z. ausgewertet werden. Dies geschah nicht früher, weil man 1992 die teilweise Inbetriebsetzung des Ingói Hains höchsten für 3—4 Jahre plante, einerseits um zu verhüten, daß das vom Hídvégi See abfließende, an Algen reichhaltige Wasser unmittel­bar in den Balaton-See gelangt, andererseits um den Abflauf der während der Anfangsperiode erwarteten negativen Phänomena zu beschleunigen. Von dem nur teilweise in Betrieb gesetzen

Next

/
Thumbnails
Contents