Vízügyi Közlemények, 1999 (81. évfolyam)
4. füzet - Magyarics András-Pomogyi Piroska-Pék Tibor: A Kis-Balaton védőrendszer kialakítása, működésének eredményei
642 Magyarics A.-Pomogyi P.— Pék T. investigations were launched in 1998 aimed at the better estimation of the error of the mass balance and the data are being processed presently. Operation of the Grove Ingói was originally planned only for 3—4 years with the main objective of reducing the high alage content of the outflow waters of the Lake Hídvégi. A secondary objective was to allow time for the unfavourable processes that were expectable upon the launching of the second stage of the system. This also means that one must not expect the Grove Ingói, which is only a smaller part of the stage 2. system, to show the capabilities of the full scale final system. Summarising the research results one may state that the Lake Hídvégi and the partially operating Grove Ingói cannot provide the capabilities for which the system as a whole was designed. The present system retains a substantial part of the nutrient loads originating from the larger part (of about 2100 km* area) of the total catchment, but the loads from the lower part of the catchment of about 500 km 2 area are still being discharged into the Bay of Keszthely, without any retention. Only the fully scale operation of the Kis Balaton Water Protection System would provide sufficient time for making other planned water pollution control measures of the Lake Balaton, without the irreversible deterioration of the water quality of the Bay of Keszthely. * * * Gestaltung des Schutzsystems Klein-Balaton, Ergebnisse seines Betriebes von Dipl.-Ing. András MAGYARICS, Dr.-Biol. Piroska POMOGYI CSc. und Dipl.-Ing. Tibor PÉK In letzter Zeit hat sich die Verschlechterung der Qualität der lebenden Gewässer in aller Welt beschleunigt, so daß sie heutzutage im Vordergrund der Aufmerksamkeit nicht nur der Fachleute für Gewässerschutz, sondern auch der ganzen Menschcheit steht. Die Verschlechterung der Wasserqualität unserer Seen kann vor allem auf die durch Anreicherung an anorganischen Pflanzennährstoffen ausgelöste Eutrophierung zurückgeführt werden. Der größte seichte Süßwassersee Mitteleuropas ist der Balaton (Plattensee). In seiner Erholungszone haben sich fast unermeßliche Schätze angehäuft. Der See selbst ist ein Nationalschatz ohne seinesgleichen, so daß eine Verhütung bzw. Umwendung der Verschlechterung seiner Güte eine erstrangige Aufgabe darstellt. Auch das Schutzsystem Klein-Balaton (mit ungarischer Abkürzung: KBVR) ist diesem Ziel gewidmet. Der Grundlegende Zweck der Errichtung des KBVR war es, einen Teil der vom Zala-Fluß in die Seebucht von Keszthely geförderten Pflanzennährstoffe zurückzuhalten und dadurch die sich immer mehr beschleunigende Verschlechterung der Wasserqualität zu bremsen. Als dessen Ergebnis wird für die Durchführung der auch in Regierungsbeschlüssen vorgeschriebenen Maßnahmen des Wassergüteschutzes, noch bevor die Qualitätsverschlechterung unaufhaltsam bzw. unumwendbar würde, zur Verfügung stehen. Die Errichtung des Schutzsystems erfolgt in zwei Phasen (Bild 1). Mit den Arbeiten an der er-sten Phase, am sog. Hídvégi See, wurde 1981 begonnen; er wurde ab 1984 in 5 Stufen allmählich überflutet und im Sommer 1985 in Betrieb gesetzt. Die Arbeiten an der zweiten Phase, am sog. Fenéki See, wurden 1984 begonnen und sind z.Z. noch im Gange. Seine Beendigung bzw. der Beginn seiner Inbetriebsetzung wird im — mehrmals modifizierten — Regierungsbeschluß Nr. 2371/1999. Korm. für das Ende 2003 vorgeschrieben. Ende 1992 wurde ein 16 km 2 großes nordwestliches Teilgebiet des letztgenannten Sees, der sog. „Ingói Hain " allmählich überflutet und provisorisch in Betrieb gesetzt. Damit wurde ein doppelter Zweck verfolgt: erstens sollte das vom Hídvégi See (I. Phase) abfließende, an Algen reiche