Vízügyi Közlemények, 1998 (80. évfolyam)
4. füzet - Petrőcz Bálint: Győr árvízvédelmének fejlesztése
600 Petröcz Bálint while the channel and flood-plain of the River Rábca are able to store the floods of the River Rábca; — The water level of the mouth section of the River Rábca was reduced by about 1.10 m at places where the levees are the highest and the need for further development is also pressing; — In periods of low flow the structure can provide back waters of higher elevation, thus supporting water intake for irrigation purpose; — It provides, although limited, navigation access for working vessels; — It facilitates the release if the high flows of the River Rábca into the River Mosoni-Danube. Entwicklung des Hochwasserschutzes der Stadt Győr von Dipl.-Ing. Bálint PETRŐCZ Győr, die „Stadt der Gewässer", liegt am nördlichen Rand der Kleinen Tiefebene, welche eine der größeren regionalen Einheiten Ungarns darstellt. Hier münden die Flüsse Raab und Rabnitz in den Donauarm Mosoni-Duna, aber auch der Fluß Marcal erreicht die Raab innerhalb des städtischen Verwaltungsgebietes. Hier befinden sich noch die Gewässer Industriekanal, Kleine und Große Pändzsa sowie Tote Marcal (Bild 1). Die Gesamtlänge der Flüsse innerhalb des Stadtgebietes liegt bei 34,9 km; davon entfallt eine Länge von 18,5 km auf die Mosoni-Duna, 9,1 km auf die Raab, 3,2 km auf die Rabnitz, 1,7 km auf die Marcal und 2,4 km auf den Industriekanal. Die Längen der entsprechenden Hochwrasserschutzlinien sind in Tabelle I ausgewiesen. Die Struktur des Hochwasserschutzes der Stadt Györ hat sich am 1. Jänner 1969 wesentlich verändert. Von der bis dahin sich selbst verteidigenden Stadt Győr hat die daselbst residierende Wasserwirtschaftsdirektion Nord-Transdanubien die Betreuung der an den Gewässerufern kontinuierlich verlaufenden Schutzlinien-Abschnitte, auf Grund des Regierungserlasses Nr. 39/1968, übernommen (Bild 1). Die übrigen Abschnitte der alten städtischen Schutzlinien verblieben, als sekundäre Schutzlinien, bei der städtischen Selbstverwaltung (Tabelle Г). Die Höhe der übernommenen Schutzlinien blieb um 0,5-0,6 m unter dem Niveau der damals gültigen Vorschriften. Der technische Zustand der Hochwasserschutzmauern war unbefriedigend. Um die Hochwasserschutzsicherheit der Stadt Győr zu erhöhen, erachtete es die Wasserwirtschaftsdirektion für notwendig, die Schutzanlagen bis zum vorschriftsmäßigen Niveau zu erhöhen und die Deiche zu verstärken. Bei der Entwicklung der Hochwasserschutzlinien der Stadt Györ wurde prinzipiell das errechnete eisfreie Hochwasser von 1000 Jahre Järlichkeit als maßgeblich betrachtet. Da aber nur die Datenreihen der letzten 70 Jahre als zuverlässig betrachtet werden konnten, wurde zwar aus ihnen, unter Verwendung verschiedener schmiegender Verteilungsfunktionen, die Höhe des eisfreien, 1000 jährlichen Hochwassers ermittelt (H ma x oj%=l 15,06 m ü. B. N. N.), doch wurde als zuverlässig nur das lOO jährliche Niveau (H ma x ! Oo / o=l 14,42 m ü. B. N. N.) akzeptiert. Die Ausbauhöhe der Hochwasserschutzdeiche wurde auf den letzteren Wert bezogen festgelegt, undzwar durch Addierung eines Sicherheitsmaßes von 1,5 m entlang der Hochwasserschutzlinien der Stadt Győr. Im inneren Stadtgebiet von Győr wurden die Hochwasserschutzlinien demgemäß bis zum Niveau von 115,92 m ü. B. N. N. erhöht und mit einer 4 m breiten Deichkrone errichtet. Die Deichkrone ist mit Sattlung ausgebildet, die Böschungsneigung ist an beiden Seiten 1:3 und die Mächtigkeit der Humusbedekkung 0,20-0,25 m (Bild 2.). Eine Hochwasserschutzmauer (Bild 3 ) wurde nur dort errichtet bzw. belassen, wo es an Platz, fehlt, einen Erddeich zu errichten. Die kennzeichnenden Volumina der Bauarbeiten sind in Tabelle II ausgewiesen. In der I. Bauphase wurde die Hochwasserschutzlinie am rechten Ufer der Mosoni-Duna und