Vízügyi Közlemények, 1998 (80. évfolyam)

4. füzet - Petrőcz Bálint: Győr árvízvédelmének fejlesztése

Győr árvízvédelmének fejlesztése 601 entlang des Industriekanals, in einer Gesamtlänge von 7810 m errichtet (Bild 1). An der Schutzlini­enstrecke von m 6+827 bis 7+810 wurde eine L-förmige, breitsohlige Hochwasserschutzmauer mit 2,0 m Sohlenbreite und 2,98 m Höhe errichtet (Bild 5). Füs das wohlgefällige Aussehen der Mauer sorgt ein eingebauter Schalenpanel, welcher auf der Innenseite Rippen und auf der sichtbaren Au­ßenseite eine Waschkiesfläche aufweist, 1,42 m breit, 2,32 m hoch und 0,04 m dick ist. Am Donau­tor-Platz wurde aus der Arbeitsgrube der hier tiefer fundierten Hochwasserschutzmauer auch der un­terirdische Teil der sog. Wasserbastei der schon längst niedergerissenen und vergessenen Burg von Győr zutagegefördert. Die Wiederherstellung der somit wieder sichtbar gewordenen Bastei erfolgte unter Verwendung von Backsteinen großen Ausmaßes, wie sie in der noch bestehenden Burgmauer zu sehen sind, welche aus dem Abbau alter Häuser gewonnen wurden (Bild 4). Die linksufrige Schutzlinie des Donauarmes Mosoni-Duna verläuft zwischen den Gemeinden Vének und Dunaszentpál. Vor der Entwicklung war ihre Gesamtlänge 33,7 km, sie bestand zum größten Teil aus einen Erddeich, nur im Stadtinneren von Györ aus einer Betonmauer (Bild 5), die jedoch nach dem Hochwasser von 1954 z.T. zugeschüttet wurde. Die bei der Befestigung bzw. Entwicklung des städtischen Abschnittes der linksufrigen Schutz­linie der Mosoni-Duna angewandten technischen Lösungen sind recht abwechslungsreich: — zwischen den Deichquerschnitten von 10+160 bis 11+627 wurde der Deich an seiner ge­schützten Seite mit kömigem Material bekräftigt (Bild 1), — anstelle der zugeschütteten Hochwasserschutzmauer wurde eine neue Hochwasserschutzma­uer gemischter Struktur erbaut (Bild 5). Die Schutzfähigkeit der Schutzlinie wird hier vom bis zum maßgeblichen 1000 jährlichen Hochwasserniveau ausgebauten Deich und von der daraus herausragenden Stahlbeton-Schutzmauer gemeinsam gewährleistet (Bilder 6 und 7), — an der zwischen der Kossuth-Brücke und der Széchenyi-Hochschule liegenden Strecke wur­de die Deichkrone mit einer VIACOLOR-Verkleidung versehen (Bild 8), — im Laufe der Befestigung der linksufrigen Schutzlinie der Mosoni-Duna wurden bei dem Anschlüssen der wichtigeren Straßen sowie bei sämtlichen Bootshäusern Treppen und Ram­pen errichtet (Bild 9). Die zwischen der sog. Doppelbrücke und der Petöfi-Brücke liegende Strecke der rechtsufrigen Raab-Schutzlinie (Bild 1), wurde, unter Anwendung einer breitsohligen Stahlbeton-Hochwasser­schutzmauer (Bild 3) sowie von Hohwassertoren für den Kraftwagen- und Fußgängerverkehr, völlig umgebaut. Die meisten technischen Probleme mußten vielleicht entlang der Schutzlinien Raab-links und Rabnitz-rechts gelöst werden. Die erste Schwierigkeit der Bauausführung wurde dadurch verursacht, daß zwischen der Dopplebrücke und den Querschnitt 0+315 m (Bild 1 ) zwischen dem Flußbett und den einströckigen Wohnhäusern eine lediglich 15—22 m breite Fläche zur Verfügung stand, was nur die Errichtung einer Hochwasserschutzmauer ermöglichte. Auf der Wasserseite konnte nur ein Vor­deich mit 1,0 m Kronbreite und einer 1:2 Böschung angebracht werden. An der geschütztem Seite wird die Aufschüttung durch eine 1,0 m hohe, zu den Wohnhäusern parallel verlaufenden Stützmauer abgeschlossen. An dieser Strecke ist der spärliche Deichprofil für die Dämpfung der Sickerung nicht ausreichend, so daß hier anstatt der Sohle der Hochwasserschutzmauer (Bild 3) ein 3,0 m tiefes Be­tonfundament errichtet werden mußte. An der Strecke zwischen der Doppelbrücke und der Petöji-Briicke wurde die bestehende alte Hochwasserschutzmauer (Bild 10) abgerissen und es wurde am Ufer des Raab-Armes eine neue schutzlinie (ein neuer Hochwasserschutzdeich) ausgebaut. Das nächste Problem hat die Strecke zwischen der Petöfi-Brücke und der Béke-Brücke (Frie­densbrücke) dargestellt. Hier befindet sich der Hochwasserschutzdeich mit einer steilen Böschung zur Wasserseite (1:1,5-1:2) unmittelbar am Ufer des Raab-Bettes. Die Entwicklung dieses Schutzli­nien-Abschnittes konnte einerseits ohne Sanierung nicht durchgeführt werden, andererseits konnte die erwünschte Sicherheit an der 328 m langen Strecke oberhalb der Petöfi-Brücke nur mit der Er­richtung einer Hochwasserschutzmauer gewährleistet werden; da jedoch die Standfestigkeit letzge-

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