Vízügyi Közlemények, 1998 (80. évfolyam)

1. füzet - Rövidebb tanulmányok, közlemények, beszámolók

152 Hankó Z.— Bauer M.-Szilvássy Z. Beziehung zwischen der slovakisch-ungarischen Oberen Donau und dem Grundwasser von Dr.-Ing. Zoltán HANKÓ, Dr.-Geol. Mária BAUER und Dipl.-Ing. Zoltán SZILVÁSSY Die geologische Entstehung der Kleinen Tiefebene fällt auf die letzten 5 Millionen Jahre und hat im Pliozän des Tertiärs begonnen. Zu dieser Zeit lag es noch unter dem seichten Pannonischen Meer. Die den Untersatz der heutigen Kleinen Tiefebene bildenden, praktisch wasserdichten panno­nischen Tonschichten entstammen den Sedimenten des Pannonischen Meeres und der in dasselbe mündenden Flüsse. Vor etwa zwei Millionen Jahren begann das Gebiet — infolge tektonischer Be­wegungen - zu sinken, (diese Senkung dauert auch noch heute fort), während sich seine Ränder er­hoben. Der dadurch entstandene mächtige „Kessel" wurde Während des Quartärs mit den Sedimen­ten der Donau und ihrer Nebenarme aufgefüllt. Der Strom schlängelte den Kamm dieses mächtigen Schuttkegels entlang. Die von oben anfallende Sedimentmenge übertraf die Transportfähigkeit des Stromes, so daß dieser, in Nebenarme verzweigte, wodurch nördlich von ihm, durch die Maly Dunaj (Kleine Donau) begrenzt, die „Insel" Zitny Ostrov , und südlich, von dem Mosoner Donauarm und der Rabnitz begrenzt, die Kleine Schüttinsel (ung. Szigetköz) entstand (Bild 1). Die Hochwässer des verzweigten Stromes traten oft aus ihren Flußbetten, wodurch sie zur weiteren Auflandung des Ge­bietes beitrugen. So hat sich während der letzten zehntausend Jahre, im Holozän die aus sandig­kiesigen sowie dazwischengelagerten feinkörnigen Sedimenten bestehende holozäne Deckschicht gebildet. An der slowakisch-ungarischen Oberen Donau haben sich die im vorigen Jahrhundert getrof­fenen Maßnahmen der Flußregulierung keineswegs als besonders erfolgreich erwiesen, hatja, ihnen zufolge, das Mittel- und Niedrigwasserbett sich eingefressen und die Oberflächenkurve der Mittel­und Niederwasserstände gesenkt (Bild 2). Gleichzeitig hat sich das Deichvorland (d.h. das zwischen dem Mittelwasserbett und dem Hochwasserschutzdeich befindliche Hochwasserbett) in einem zu­nehmenden Tempo verschlammt, was zur allmählichen Erhöhung der Oberflächenkurven der Hoch­wasserstände führte (Bild 2). Da diese Probleme mit den Methoden der Flußregulierung nicht behan­delt werden können, kommt als einzige Lösung nur noch die Kanalisierung der betreffenden Flußstrecke in Erage. Der Haushalt des bodennahen Grundwassers der Kleinen Ungarischen Tiefebene wird einerseits durch die hydrometeorologischen Umstände (Niederschlag, Verdunstung und Evapotranspiration), andererseits durch die Freispiegelströmung der betreffenden Donaustrecke bestimmt. Letztere hat sowohl eine regionale, als auch eine lokale Auswirkung. Infolge der regionalen Auswirkung ensteht eine unterirdisch sickernde Wasserbewegung zwischen dem unterirdischen Speicher des Wiener Bec­kens und den Speichern des Dreiecks Gönyü—Komárom-Nové Zämky. Die lokale Auswirkung indu­ziert dagegen einen gegenseitigen Wasseraustausch zwischen der Freispiegelströmung der Donau und dem Grundwasser (Bild 3). Der Abfluß bzw. die Speisung des Grundwassers hängt davon ab, ob der Grundwasserspiegel über dem lokalen Niveau der Freispiegelströmung liegt, oder umgekehrt. Während der 1950er Jahre war für die Donaustrecke zwischen Devin und Rajka die Speisung des Grundwassers typisch, während an der Strecke zwischen Palkovicovo und Komárom die Donau aus dem Grundwasser gespeist wurde (Bild 4). Von Rajka bis Palkovicovo gab es während der genannten Periode keinen nennenswerten Wasseraustausch zwischen dem Grundwasser und der Freispiegel­strömzung. Während der Hochwasserperioden der 1950er Jahre hat an der ganzen Strecke zwischen Devin und Komárom gewöhnlich die Freispiegelströmung der Donau das Grundwasser gespeist. Im Laufe der Planung des Staustufensystems Gabcikovo-Nagymaros wurde es offenkundig, daß innerhalb seines oberen Teilsystems der Staustufe von Dunakiliti eine entscheidende Bedeutung zukommt. Das ist nämlich die Anlage, durch welche der Wassernachschub sowohl in das alte Donau­bett, als auch zum Grundwasser unter den vor Hochwasser geschützten Gebieten gelangt. Der jährliche Mittelabfluß des alten Donaubettes ist nach der Inbetriebnahme der Staustufe von Cunovo auf etwa ein Zehntel seines ursprünglichen Wertes zurückgegangen, was natürlich auch die längsschnittsmäßige Senkung der Wasseroberfläche entlang der etwa 30 km langen Flußbettstrecke

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