Vízügyi Közlemények, 1997 (79. évfolyam)

4. füzet - Szlávik L.-Bálint G.: az 1997 tavaszi-nyári ár- és belvizek és a védekezési munkák

Az 1997 tavaszi-nyári ár és belvizek és a védekezési munkák 469 wässern, welche zahlreiche Menschenleben forderten und bedeutende materielle Schäden verursach­ten (Tabelle I). Im Frühjahr und Sommer 1997 kam es auch in Ungarn zu mehreren Ereignissen, die eine Be­kämpfung der Hoch- und Polderwässer erforderten. In den ersten acht Monaten des Jahres gab es 107 Tage Hochwasser- und 168 Tage Polderwasserbereitschaft. Die Kosten der unmittelbaren Be­kämpfungsarbeiten lagen bei über 4 Mio DM. Im Einzugsgebiet der Oberen Donau lagen die Niederschlagssummen des auch gewöhnlich wasserreichen Monats Juni um den Durchschnitt, doch spielte die niederschlagsreiche Periode um die Monatsmitte eine wichtige, sich auch auf den Juli auswirkende Rolle darin, daß die Gebirgsland­schaften sich in einem außerordentlich feuchten Zustand befanden (Bild 1). Im Gewässersystem der Theiß und in den vom Karpatenbecken östlich-südöstlich liegenden Gebieten verursachten hingegen die Wolkenbrüche der Niederschlagsperiode um Mitte Juni hauptsächlich Hochwässer lokalen Cha­rakters, welche z. T. katastrophale Folgen hatten, wobei sie auch bei der Entstehung, Erhaltung oder Zunahme der Überschwemmungen in den Poldergebieten eine bedeutende Rolle spielten. Auch die Hochwasserwelle des Flusses Berettyó war eine Folge dieser heftigen Niederschlagstätigkeit. Im Juli setzten sich, neben mehreren geringen Wasserstandserhöhungen, von der Oberen Donau aus zwei größere Hochwasserwellen in Bewegung; dabei kam es zu außerordentlich intensiven, hohen und langdauernden Hochwasserwellen an der March und der Waag. Die wesentliche Eigenschaft der in Mitteleuropa entstandenen gefahrlichen Wetterlage bestand darin, daß sich zwischen den über West- und Osteuropa herrschenden, unbeweglichen, absperrenden Antizyklonen ein Zyklon gebildet hat, dessen Mittelpunkt über dem Karpatenbecken verweilte (Bild 2). Die von NO und N ankommenden feuchten Luftmassen führten in den Quellgebieten der Weich­sel, der Oder, z.T. auch in dem jenigen der Elbe sowie an der March und den österreichischen Tei­leinzugsgebieten der Donau zu heftigen orographischen Niederschlägen (Bild 4). Am 18. Juli ent­stand im mitteleuropäischen Raum eine Wekterlage, welche daijenigen vom 7. Juli äußerst ähnlich war (Bild 3.) Aus den Niederschlagszeitreihen der einzelnen Teileinzugsgebiete (Bild 5) geht hervor, daß die Niederschlagswerte des für die Hochwasserabflüsse der Donau immer maßgeblichen Inn­Einzugsgebietes zwar während der ganzen Periode äußerst hoch waren, doch konnten hervorragend hohe Werte eher in den Einzugsgebiten der übrigen großen österreichischen Donau-Zubringer sowie in denjenigen der March und der Waag verzeichnet werden. Infolge der Anfang Juli stattgefundenen Niederschläge (Bild 5) kam es an der Donau und ihren Nebenflüssen zu bedeutenden Hochwasser­wellen (Bilder 6 und 7). Dies wird sowohl durch die gemessenen Durchflußwerte (Tabelle II), als auch durch die entstandenen Gipfelwerte (Tabellen IV und VI) belegt. Die infolge der am 18. Juli begonnenen Niederschläge entstandenen zweite Hochwasserwelle der Donau kulminierte bei Budapest mit einem Wasserstand von 7,55 m, war also sowohl hier, als auch an den flußabwärte liegenden ungarischen Pegeln spürbar höher, als die frühere Welle. Die an der Donau im Juli verzeichneten beiden Hochwasserwellen hatten bedeutende Jährlichkeiten, deren Mittelwerte an den einzelnen Pegeln zwischen 12 und 25 Jahren variierten, also kam es zum 4. bis 8. höchsten eisfreinen Hochwasserstand an der Donau, wobei an der unteren Donaustrecke einige Abschnitte der Hochwasserschutzdeiche dem Hochwasserstand währen beachtlich langen Perioden Widerstand leisten mußten. Infolge der auf die Hochwasserperiode folgenden Wasserstandsrezession waren bereits Mitte August für den ganzen ungarischen Donauabschnitt die Flußbettfüllungen von Anfang Juli (d.h. bevor dem Hochwasserereignis) kennzeichnend. Während der Hochwassersperiode wurden durch den Ungarischen Hydrologischen Landes­Meldedienst des Hydrologischen Instituts des Forschungszentrums für Wasserwirtschaft (VITUKI AG) regelmäßig Vorhersagen für die Pegelstationen der ungarischen Donaustrecke erstellt. Das in den 1980er Jahren entwickelte Vorhersagesystem liefert, aufgrund eines linearen Regressionss­chemas, in regelmäßigen Zeitabständen sowie fallweise die zu erwartenden Scheitelwasserstände. Es basiert auf dem mit einem Schneeschmelze-Modul ergänzten Niederschlags-Abflußmodell GAPI (Tabellen III und IV). Die bei den Hochwasservorhersagen gewonnenen Erfahrungen wiesen wiede­rum auf die Wichtigkeit der Weiterentwicklung des hydrologischen Vorhersagesystems hin. Im Zu-

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