Vízügyi Közlemények, 1995 (77. évfolyam)
3. füzet - Mika J.-Ambrózy P.-Bartholy J.-Nemes Cs.-Pálvölgyi T.: Az Alföld éghajlatának időbeli változékonysága és változási tendenciái a hazai szakirodalom tükrében
Az Alföld éghajlatának időbeli változékonysága és változási tendenciái... 285 von den in ihrer umittelbaren Umgebung auftretenden oder an der Meßtechnik liegenden Veränderungen frei sein. In der Ungarischen Tiefebene wurden drei solche Station festgelegt, doch worden die Meßzeitpunkte d^r Temperatur, der Luftfeuchte, der Windrichtung und der Windgeschwindigkeit um die Mitte der 60er Jahre geändert (zuvor täglich 3, seitsem täglich 4 Messungen). Zwar könnte dieser Fehler (Bild 1) bei der Ermittlung der Durchschnittswerte entsprechend korrigiert werden, doch zeugen die neueren Homogenitätsuntersuchungen dafür (Bild 2), daß diese Korrektion bei den klimatischen - oder zumindest bei den Temperatur - Zeitreihen nicht einwandfrei angewandt wurde. Im Beitrag wird die binnenjährliche Variabilität der für den Wasserhaushalt wichtigen Klimaelemente analysiert. Sodann werden die über die langjährugen Tendenzen gewonnenen ungarischen Forschungsergebnisse zusammengefaßt, mit besonderer Rücksicht auf die letzte 10-15 jährige, aus hydrologischer Sicht kritische Periode. Dabei wird den Starkniederschlägen von kurzen Perioden eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet (Bild3). Eine Untersuchung der Klimaänderungen der Ungarischen Tiefebene ergibt, daß sie in der Vergangenheit- laut der Ergebnisse der paläoklimatischen Rckosntruktionen - recht bedeutend waren und in der Regel mit den Zyklen der glazial-interglazialen Wechsel heinisphärischen Maßstabes zusammenfielen. Datenreihen, die sich auch zur Analyse mathematischer Trende eignen, stehen uns jedoch erst aus den letzten ein-zwei Jahrhunderten zur Verfügung. Internationale Erfahrungen weisen jedoch in diesem Zusammenhang daraufhin, daß die. Homogenität der instrumental gewonnenen Datenreihen äußerst sorgfältig geprüft werden muß. Die mit der Veränderung der täglichen Beobachtungszeitpunkten zusammenhängende Inhomogenität tritt jedoch bei den Temperaturminima nicht auf, da diese mit einem anderen, den Minimalwert speichernden Gerät gemessen werden. Die Zeitreihe der Temperaturminima Ungarns wird durch eine ansteigende Tendenz gekennzeichnet (Bild'4). Innerhalb der Variabilität der jährlichen, jahreszeitlichen und monatlichen Niederschlagshöhen können mehrjährige trockenere bzw. niederschlagsreichere Perioden entdeckt werden. Die nach 1901 beobachteten Niederschlagsh'öhen des Winterhalbjahrs können mit einer leicht geschwungenen Parabel angenähert werden, deren Maximum in den 30er Jahren verzeichnet wurde und die seitdem allmählich sinkt. Die 90jährige Tendenz des Sommerhalbjahres ist dagegen eine signifikante lineare Abnahme (Bild 5). Als eine Kombination der beiden meteorologischen Hauptelemente kann während der vergangenen Jahrzehnte eine Zunahme der Häufigkeit der warm-trockenen Jahre bzw. Jahreszeiten beobachtet werden (Bild 6). Die gemeinsame Verteilung von Temperatur und Niederschlag kann hingegen als fast stochastisch bezeichnet werden (Bild 7). Das gemeinsame Verhalten der beiden Elemente wird also hauptsächlich durch langsame Veränderungen geprägt. Im Zusammenhang mit den Trenduntersuchungen nehmen die Verfasser zu drei oft aufgeworfenen Fragen Stellung: - Wird die Annahme einer durch den Treibhauseffekt herbeige führten Erwärmung von den bislang erkannten Tendenzen unteonauert? - Nimmt die Variabilität bzw. die Neigung zur Extremitäten des Klimas wirklich zu? - Können die bislang verzeichneten Trende bzw. deren Mangel für die Zukunft exptrapoliert werden? Außer den Trenduntersuchungen wurden auch zum Nachweis systematischer Perioden mehrere Experimente durchgeführt. Ihre Mehrzahl war ergebnislos oder sie ergaben - im Vergleich zur totalen Variabilität - einen äußerst geringen Informationsinhalt. Die letzten 10-15 Jahre müssen zu den trockeneren Jahren gezählt werden. Seit 1881 stellte das letzte Jahrzehnt insbesondere in der Ungarischen Tiefebene, die trockenste Periode dar. Dementsprechend zeigt auch die relative Feuchte der obersten, 1 m dicken Bodenschicht eine abfallende Tendenz. Die Verfasser vertreten die Meinung, daß eine Beurteilung der im Landesmaßstab zu erwartenden Eigentümlichkeiten der zukünftig eintretenden globalen Klimaänderungen dadurch weitgehend erschwert ist, daß es in der Vergangenheit noch keine Veränderung ähnlichen Tempos, die außerdem