Vízügyi Közlemények, 1985 (67. évfolyam)

4. füzet - Baranyi Sándor: A Velencei-tó evapotranszspirációjának becslése a parti mérőkádak adataival

A Velencei-tó evapotranszspiráciéijának becslése a parti mérőkáclak adataival 589 Beginning 1961, monthly water balances were prepared where evaporation was calculated from hydrometeorological data (Baranyi, 1973; Kozma-Tóth, ( Mrs.)-Nagy-Dávid, ( Mrs.)-Szabó, 1982). To estimate evaporation from the Lake measurements of temperature and stage were performed from 1973 in different pans (U-pan 3 m 2; GGI-pan 0.3 m 2 and A-pan 1.21 m 2). During the years of 1978-82 an A-pan has been operated submerged in the Lake. Multiannual mean values of monthly average evaporation are summarized in Fig. 3. Interconnection was searched between evaporated volumes from pans located on the shores and total loss of the Lake due to evaporation (evaporation + transpiration) during the frost-free months and the period of April-October. It was concluded that the ratio of total loss due to evaporation from the Lake and the loss from the pans was varying from month to month and this variation was quite regular in the period investigated, i. e. from April to October (Table I, Fig. 6). Monthly values characterizing the above defined ratio displayed the features of evaporation of two water volumes differing from each other in size and mass. By aid of the ratios in Table I and of relationship (1), évapotranspiration of Lake Velence was computable with and average error of 8 to 10 percent which is quite satisfactory for waterhousehold calculations in practice. Schätzung der monatlichen Evapotranspiration des Velencer Sees aufgrund der Daten von Meßkesseln am Seeufer von Dr.-Ing. Sándor BARANYI Der Velencer See ist ein 25 km 2 großer, untiefer, schilfiger See. In seiner Umgebung hat sich das zweitgrößte Erholungsgebiet Ungarns gebildet. Im natürlichen Zustand hatte der See ein recht heftiges hydrologisches Regime, infolgedessen sein Abfluß geregelt werden mußte und in seinem Einzugsgebiet zwei Rückhaltebecken erbaut wurden. Das hydrologische Regime des Sees wird von der Verdunstung stark beeinflußt, so daß die zuverlässige Kenntnis des Verdunstungsverlustes einen wichtigen Faktor für die Wasserstandsregulierung darstellt. Für den Velencer See werden seit 1961 monatliche Wasserhaushaltsbilanzen aufgestellt, worin die Verdunstung aufgrund hydrometeorologischer Daten berechnet wird (Baranyi 1973, Kozma­Tóth. Nagy-Dávid, Szabó 1982). Zwecks Schätzung der Seeverdunstung werden seit 1973 in verschie­denen, am Seeufer (Bild 1) stehenden Kesseln (U-Kessel 3 m 2, GGI-Kessel 0,3 m 2 und A-Kessel 1,21 m 2) sowie seit 1978 auch in einem in das Seewasser getauchten A-Kessel Wassertemperatur­und Wasserstandsmessungen durchgeführt. Uber die vieljährigen Mittelwerte der Verdunstung informiert Bild 3. Für die frostfreien Monate von April bis Oktober wurden Beziehungen zwischen den von der am Ufer stehenden Kesseln und den vom See verdunsteten Gesamtwassermengen (Verdunstung + + Transpiration) gesucht. Es wurde festgestellt, daß das Verhältnis zwischen dem gesamten Verdun­stungsverlust des Sees und der vom Kessel verdunsteten Wassersäule sich von Monat zu Monat ändert und innerhalb der Untersuchungsperiode April/Oktober einer regelmäßigen Funktion folgt (Tabelle I, Bild 6). Die monatlichen Verhältniszahlen drücken die vergleichbaren Eigentümlichkeiten der Verdun­stung der voneinander abweichenden beiden Wasserflächen und Wasserkörper aus. Mit Hilfe der monatlichen Verhältniszahlen der Tabelle I kann die monatliche Evapotranspiration des Velencer Sees mit einem durchschnittlichen Fehler von ±8 bis 10% geschätzt werden. Das entspricht den prakti­schen Erwartungen bei der Aufstellung von Wasserhaushaltsbilanzen.

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