Vízügyi Közlemények, 1978 (60. évfolyam)
2. füzet - Csuka József: A KGST tagországok vízgazdálkodás-fejlesztési prognózisa 1990-ig
A KG ST-tagországok vízgazdálkodás-fejlesztése 207 La protection contre la pollution des réserves souterraines est devenue également un problème considérable pendant les dernières années, surtout par suite de la pollution due à l'utilisation importante de produits chimiques par l'agriculture. Les tendances de développement de l'économie hydraulique des États membres de COMECON montrent que la solution de nombreux problèmes est à recommander sur la base du développement de la coopération et l'intégration des États membres de COMECON. * * * Wasserwirtschaftliehe Entwiekhingsprognose der RGW-Länder bis 1990 von Dipl.-Ing. József Csuka Der gegenwärtige Abschnitt der wirtschaftlichen Entwicklung der Mitgliedstaaten des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) wird durch eine zunehmende Bedeutung der Wasserwirtschaft in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung gekennzeichnet. Die Wasserwirtschaft muss deshalb jedes Mittel zur Sicherung eines optimalen Gleichgewicht zwischen Dargebot und Bedarf ergreifen. Die Technologien der wasseraufwändigen Produktionsprozesse müssen verbessert, der spezifische Wasserverbrauch muss vermindert werden. Es muss für eine planmässige und komplexe Nutzbarmachung des Wasservorrats, für geregelte Abflussverhältnisse und für die Abwehr der schädlichen Auswirkungen des Wassers gesorgt werden. Das Hauptmittel zur Erhöhung des nutzbaren Oberflächenwasserdargebots bildet in sämtlichen RGW-Ländern der Bau von Speichern. Die Mitgliedstaaten sehen bis 1990 den Ausbau eines ausgedehnten Speichersystems vor. Der Gesamtspeicherinhalt von 6 europäischen RGW-Staaten (ohne Sowjetunion) wird von den gegenwärtigen 15 km 3 auf ungefähr 44 km 3, also auf das Dreifache erhöht. Laut Plänen wird die Sowjetunion in 1990 über einen Speicherinhalt von etwa 2280 km 3 verfügen. Zwar vermindert sich der auf die Produkteinheit bezogene Wert des Industriewasserbedarfs, infolge der rationalen Wasserbewirtschaftung, von Jahr zu .fahr, wird in den verschiedenen Ländern mit einem jährlichen Zuwachs von 2 — 7% des gesamten Industriewasserbedarfs gerechnet. Der Bewässerungswasserbedarf der Landwirtschaft nimmt dynamisch zu. In den einzelnen RGW-Ländern wurde für die Periode 1970 — 1990 eine Zunahme des Wasserbedarfs von 169 bis 750% prognostiziert. In derselben Periode soll der Trinkwasserbedarf der Bevölkerung um 3,5 — 7% zunehmen. Der Anteil der Wasserkraftwerke in der elektrischen Energieproduktion der RGWLänder betrug 11 — 14%. Es wird damit gerechnet, dass die mit den bis 1990 zu erbauenden Kraftwerken produzierte Energie an die 6 — 7 Tausend Mrd. kW erreichen wird. Trotz Zunahme ihrer Energieerzeugung wird jedoch der Anteil der Wasserkraftwerke in der Gesamtenergieerzeugung abnehmen. In Zusammenhang mit dem Wassergüteschutz ist die Entwicklung der Versorgung mit Abwasserkanalisation eine der wichtigsten Aufgaben. Die Versorgung mit Abwasserkanalisation liegt z. Z. in den RGW-Ländern zumeist unter dem europäischen Mittelwert. Die Differenz zwischen dem Anteil der mit Wasserwerken und der mit Kanalisation Versorgten beträgt in den einzelnen Ländern 10—130%, was vom Gesichtspunkt der Verunreinigung der Oberflächengewässer als äusserst ungünstig bezeichnet werden muss. Die verschiedenen Länder bemühen sich bedeutend um die Klärung der Abwässer. Bis 1990 wird die Kapazität der Abwasserkläranlagen das 2,5 — 4-fache der gegenwärtigen sein. In den letzten Jahren gewann auch der Schutz vor Verunreinigungen des unterirdischen Wasservorrats an Bedeutung, besonders infolge der durch die Chemisierung der Landwirtschaft herbeiführten Verschmutzungen. Die Entwicklungstendenzen der Wasserwirtschaft der RGW-Länder beweisen, dass die Lösung zahlreicher Fragen auf Grund der Zusammenarbeit und der weiterentwickelten Integration der Mitgliedstaaten des RGW zweckmässig wäre.