Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(116) ELEMÉR SAJÓ Dr. Hugo Lampl, Dipl.-Ing. (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 427.) Elemér Sajó (1875 — 1934), einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im ungari­schen Wasserdienst, ist vor 35 Jahren dahingeschieden. Verfasser, der in den zweiten und dritten Jahrzehnten des Jahrhunderts enger Mitarbeiter dieses schaffenden und leitenden Ingenieurs war, kann beim Abfassen dieses Berichtes auf eigene Erinnerun­gen zurückgreifen. Elemér Sajó war von 1898 bis 1933, also 35 Jahre hindurch im Dienst des ungarischen Wasserwesens tätig. Als seine bedeutendste Leistungen sind die Projektierung und Bauaufsicht der Begulierungsarbeiten am Soroksárer Donau­arm, wo bereits die zur Zeit modernsten Baumethoden eingeführt worden waren, die Projektierung und Bauaufsicht der Arbeiten am Handels- und Industriehafen von Budapest, die technisch-wissenschaftliche Dokumentation der Arbeiten in der wasserbaulichen Fachliteratur, und schließlich die Forschung und Klärung der grund­sätzlichen Fragen (Bewässerung, Fischerei, Melioration der Alkaliböden, der Donau­Tisza Kanal, usw.) und Aufgaben im ungarischen Wasserdienst zu erwähnen. In 1930 zum Leiter des ungarischen Wasserdienstes ernannt, fasste Elemér Sajó in seiner Arbeit „Über die intensivere Nutzung unserer Gewässer und Festlegung einer neuen Politik für das Wasserwesen" ein auf mehrere Jahrzehnte vorausblicken­des und bis heute gültiges Programm ab. Dieses Memorandum wurde zugleich sein Testament und die darin niedergelegten Gedanken und Grundsätze bestimmten bis in die jüngste Zeit die Entwicklung der Wasserwirtschaft, deren Bedeutung für den Wohlstand des Landes Elemér Sajó als erster klar dargelegt hatte. KENNWERTE FÜR DEN WASSERVERBRAUCH DER BEWÄSSERUNGSANLAGEN IM TISZA-TAL Dr. L. Dávid, Dipl.-Ing. (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 471.) Für eine planmäßige Entwicklung der Wasserwirtschaft ist die möglichst genaue Kenntnis der Verbrauchstendenzen der Landwirtschaft unerläßlich. Die Größe dieses Verbrauches wird von Tag zu Tag von einer Vielzahl von Faktoren beeinflußt, so daß sie in der Wachstumsperiode als eine kontinuierlich veränderliche, nicht-permanente Erscheinung betrachtet werden kann. Lange, sich auf mehrere Jahre erstreckende, zweckentsprechend gesammelte Datenreihen bilden die Voraussetzung für eine entsprechende Beschreibung der Vorgänge. Solche Aufzeichnungen stehen nur vereinzelt zur Verfügung, folglich muß sich auch die Analyse auf abgegrenzte Gebiete beschränken. Für eine exaktere mathematische Formulierung müßen weitere Daten gesammelt und aufbereitet werden. Da sämtliche, den Wasserverbrauch beeinflussende Faktoren als zeitabhängig aufgefasst werden können, wurden die Zusammenhänge zwischen Verbrauch und Zeit untersucht. Der nichtstazionäre Verlauf des Wasserverbrauchs durch die Bewässerungs­anlagen läßt sich auf Grund der Verbrauchsbedingungen verschiedener Perioden beschreiben. Diese Perioden sind: die Wachstumsperiode, die kennzeichnende Periode, die maßgebende Periode und die Periode des Spitzenverbrauchs. Der Verbrauch in den verschiedenen Perioden muß — in Anbetracht der perio­dischen Schwankung der nassen und trockenen Jahre — für mehrere Jahre zusammen­gefasstund für das maßgebende trockene Jahr untersucht werden, wofür verschiedene Aufgaben der Betriebsführung und der Wasserbewirtschaftung verschiedene Perioden maßgebend sind. Für die Beschreibung des Verbrauches sind die Dauerganglinien, bzw. Summenlinien des Verbrauches an einzelnen Tagen, und während einzelner Monate der verschiedenen Perioden die geeignetsten.

Next

/
Thumbnails
Contents