Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(77) VORWORT (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 297) Das vorliegende Heft No. 3, 1969, September, der Wasserbaulichen Mitteilun­gen ist Fragen gewidmet, die mit der Wasserqualität, mit dem Wasserschutz, mit der Behandlung und Reinigung der Abwässer zusammenhängen. Anlass dazu gab die immer offensichtlicher werdende Tatsache, dass sich in der Bioshpäre wachsende Mengen von Schmutzstoffen ansammeln. Diese Verun­reinigung kann im Wasser und in der Luft in grösseren Entfernungen von der Quelle des Schmutzstoffes ein für die Gesundheit schädliches Mass erreichen und kann auch kommende Generationen gefährden. Die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wurde anlässlich der im September, 196S in Paris, im Hauptquartier der UNESCO abgehaltenen Konferenz auf diese Gefahr gelenkt. Dasselbe Problem war Gegenstand der Prager Konferenz des Inter­nationalen Verbandes für Gewässerschutz-Forschung im April dieses Jahres und wird auch an der Konferenz der Ungarischen Hydrologischen Gesellschaft in Buda­pest, im November, 1969 behandelt. In Heft 3 der Wasserbauliehen Mitteilungen , das vor dem Zeitpunkt der Buda­pester Konferenz erscheinen wird, wurden daher einige der einschlägigen Arbeiten der Budapester Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft herausgegriffen und in einem Spezialhei't zusammengefasst. DIE VERUNREINIGUNG DER GEWÄSSER Von P. Benedek und B. Hock (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 299) Zahlreiche Berichte aus der in- und ausländischen Fachpresse wurden zu einem allgemeinen Lagebild zusammengefasst mit dem Ziel das Problem der Verunreini­gung der Gewässer darzustellen. In der Verunreinigung der Gewässer spielt die In­dustrie eine bedeutende Rolle, nicht nur durch die unmittelbare Belastung der Vor­fluter, sondern auch durch die gesteigerte Industrialisierung der Landwirtschaft und der Wohnsiedlungen und Mechanisierung. Den Industriebetrieben aber auch den Haushalten dient das Wasser zur Abfuhr der Abfälle, wobei immer grössere spezifische Wassermengen zu diesem Abtransport benötigt werden, dessen Endziel das Meer ist. Während in Ungarn der auf einen Einwohner entfallende jährliche Wasserverbrauch um 200 m 3 liegt, erreicht dieser Wert z.B. in den Vereinigten Staaten 1200 m 3. Voraussichtlich steigt der Trinkwasserverbrauch auch in Ungarn auf das 2.5-faclie in den kommenden 20 Jahren. Die Industrie wird nach 20 Jahren das 5-fache, die Landwirtschaft das 4-fache der gegenwärtigen Wassermenge ver­brauchen. Neben dem Anstieg der Abwassermengen ist auch mit einerVerschlechterung ihrer Qualität zu rechnen. Einige Schmutzstoffe lassen sich mit den gewöhnlichen Metho­den der Wasseranalyse kaum nachweisen und geben doch Anlass zu Geruch- un Geschmackbeschwerden, andere widerum werden ,,unbemerkbar" im menschlichen und tierischen Organismus angehäuft. Weitere schwerwiegende Folgen zieht die Anreicherung der anorganischen Stoffe und Salze im Wasser mit sich, wovon einige Eutrophisation verursachen. Da die unterirdischen, gesunden Wasservorräte vielfach erschöpft sind, stehen zur Trink- und Brauchwasserversorgung nur die verschmutzten Wasserläufe zur Ver­fügung. Deshalb müssen immer schwierigere Technologien der Wasseraufbereitung herangezogen werden. Obwohl die technologische Entwicklung bestrebt ist mit den Anforderungen Schritt zu halten (Entsalzung des Meerwassers, Ausbau regionaler Wasserwerke), kann ein laufender Anstieg der Trinkwasserpreise verzeichnet wer­den. So z.B. verdoppelte sich der Trinkwasserpreis in der Bundesrepublik während der letzten 13 Jahre. Die möglichen Lösungen werden in Teil II aufgezeichnet, wobei auf die bedeu­tende Rolle der Wassersparung und der Trennung nach Güteklassen verwiesen wird.

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