Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(32) a ) Im ersten Schritt müssen die Wasserverluste aus dem Hauptbett auf ein vertretbares Minimum herabgesetzt werden durch Absperren der Neben­arme und durch Gestalten einer einheitlichen Uferlinie. b ) Im zweiten Schritt müssen Nebenarme abgesperrt, und dadurch das System der Nebenarme reguliert werden. c) Im dritten Schritt muss das Mittelwasserbett weiter eingeengt werden um zu gewährleisten dass die dadurch erhöhte Schleppkraft den grössten Teil der mitgeführten Geschiebemengen möglichst bei jedem Durchfluss weiterbeför­dert. Unter Berücksichtigung der oben angeführten Grundsätze wurden die Pläne für die allgemeine Regulierung der Donaustrecke zwischen Stromkilometern 1942 und 1916 angefertigt. Dabei wurde bereits den flussbautechnischen Auswirkungen der geplanten Wasserkraftnutzung an der oberen Donau Rechnung getragen (Bilder 8 und 9). Wie bereits erwähnt, gestalteten sich um die Mitte der 1950-er Jahre die Schiff­fahrtsverhältnisse an der oberen Donau äusserst ungünstig. Besonders viele Sorgen bereitete der Übergang bei Nagybajcs (Stromkilometer 1801), der Anfang der 1960-er Jahre die ungünstigste Stelle der oberen Donau war (Tafel III). Die Lösung des Problems wurde erschwert durch die Tatsache, dass zum Zeit­punkt der Planung die Grundsätze der weiteren Regulierung noch nicht endgültig geklärt werden konnten. Die Pläne mussten daher so angefertigt werden, dass die darin enthaltenen Regulierungsarbeiten gleichzeitig Versuchszwecken dienen kön­nen — um festzustellen welche Folgen der starken Einengung des Mittelwasserbettes zu erwarten sind — und im Laufe der späteren Regulierungsarbeiten eine Weiterent­wicklung und einen weiteren Ausbau zu gestatten. Das Ziel dieser Regulierungen war die weitere Ablagerung des im Übergang jähr­lich in steigenden Mengen anfallenden Geschiebes zu verhindern und dadurch die Gestaltung eines stabilen Niedrigwasserbettes, bzw. einer mit Sicherheit befahrba­ren Schiffahrtsrinne zu ermöglichen. Theoretische Überlegungen wiesen darauf hin, dass das bestehende, 300 m breite Mittelwasserbett im Scheitelquerschnitt um weitere 80 m eingeengt werden muss um den grössten Teil der ankommenden Geschiebefracht weiter transportieren zu können. Da diese Einengung das bisher angewandte Mass erheblich übertraf, mussten auch die Bauwerke in ihren Abmessungen bedeutend von den früheren abweichen (Bilder 11 bis 15). Die geplante Niedrigwasserregulierung wurde auch im Modell un­tersucht. Die während der Planung gestellten Annahmen konnten jedoch durch die Ergebnisse der Modelluntersuchung nicht bestätigt werden (Bilder 16 und 17). Die Niederigwasserregulierung wurde den ersten Plänen entsprechend durchge­führt. Auf Grund der seit dem Abschluss der Bauarbeiten laufend gesammelten Beobachtungsdaten kann bereits festgestellt werden dass als Folge der Regulierung eine der geplanten entsprechende, günstige Bettentwicklung im Übergang und auf der darunterliegenden Strecke stattgefunden hat. Entlang der Flusstrecke überhalb des Überganges trat jedoch eine bedeutende Verschlechterung der Verhältnisse ein. Dies ist darauf zurückzuführen dass die starke Einengung einen lokalen Aufstau ober den Übergang verursachte, was die Ablagerung des Geschiebes zur Folge hatte. So­mit ist erneuert Beweis für die Tatsache erbracht, dass sich das Problem der oberen Donau durch lokale Eingriffe nicht lösen lässt, und dass die Regulierungsarbeiten einheitlich entlang der gesamten Flußstrecke durchgeführt werden müssen (Bilder 18 und 19, Tafel III). Die allgemeinen Pläne für die Regulierung der oberen Donau zwischen Stromkilo­metern 1942 und 1816 wurden im November, 1964 durch den GTA genehmigt. Darin wurde die Gestaltung einheitlicher Uferbegrenzungen und die Regulierung der Neben­arme vorgesehen. Diesen Grundsätzen entsprechend wurden in 1966 die Regulierungs­arbeiten in Angriff genommen, beginnend mit dem Nebenarmsystem bei Cikolaszi­get, am rechten Flussufer.

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