Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)
4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók
(33) KURZBERICHTE I'M) HEIERYIE 1. Dr. Kézdi Á.: Der Bau eines Stauwehres in der Eidcr-AIiiitduncj (der ungarische Text befindet sich auf Seite 110) Auf Grund persönlicher Erfahrungen wird kurz über die Bauarbeiten des EiderWehres berichtet. Das Stauwehr (Bilder 1 und 2) schliesst die Mündung des Eider Flusses ab (Schleswig-Holstein, Bundesrepublik Deutschland). Das Wehr wird im Kähmen eines umfassenden Programmes erbaut, das sich auf den Bau und Verstärkung der Deiche und auf den Küstenschutz erstreckt und dessen Ziel es ist, im Küstenbereich der Nordsee (lurch zu den in 1962 erfolgten ähnlichen verheerenden Sturmfluten verursachte Überschwemmungen zu verhindern. Die Aufgabe des Wehres ist den Einfluss der See aus der Mündungsstrecke der Eider fernzuhalten. Nach ihrer Fertigstellung werden der Sperrdeich, die Schiffschleuse und das mit beweglichen Verschlüssen ausgestattete Eider-Wehr Schutz gegen Sturmfluten für rund 200 000 ha Eidergebiet, Regulierung der Mündung der Eider und der Freene, und schliesslich die Schiffahrt auf der Eider gewährleisten. Der auf Grund von fünfjährigen ausführlichen Untersuchungen und Vorstudien geplante Sperrdeich kreuzt durch das Kattinget Watt hindurch den Talweg des Flusses in senkrechter Bichtung. Der Deich ist 4,8 km lang, mit einer Kronenhöhe von 8,5 m über NN. Einen Regelquerschnitt durch den aus Sand geschütteten Deichkörper stellt Bild 4 dar. Die der See zugewendete Seite wird mit einer durch Colcrete vermürtelten Steinschüttung gesichert (Bild 5), während auf der dem Fluss zugewendeten Seite der Böschungsfuß mit einer bituminösen Sandschicht verkleidet wird (Bild 6). Die Kunstbauwerke, nähmlich die Schiffschleuse und das Wehr mit den beweglichen Verschlüssen werden am Südende des Deiches errichtet. Für den Bau der beiden letzteren wurde eine umschlossene, 500 m lange und 580 m breite Baustelle, die sog. Bauinsel (Bilder 3 und 11 ) eingerichtet, die mit dem Festland durch eine Transportbrücke (Bilder 7) verbunden ist. Auf der durch einen Ringdeich umschlossenen Bauinsel wurde der Grundwasserspiegel mit Hilfe von 16 Brunnen abgesenkt, deren Durchmesser 1,0 m, die Tiefe 14 m betrug. Die Baugrube für das Wehr musste durch weitere Brunnen entwässert werden. Diese Aufgabe wird durch Vakuumbrunnen gelöst. Das mit Segmentverschlüssen versehene Wehr (Bild 0) wird in zwei Richtungen durchströmt. Die 2 m dicke Stahlbeton Sohlenplatte wird durch vertikale und mit 1,6:1 und 1:1 Neigung gerammten Pfählen unterstützt. Die Pfähle bestehen aus Stahlrohren mit einem Durchmesser von 560 mm und einer Wandstärke von 11,1 mm (Bild 10). Unter jedem Pfeiler werden 68 Pfähle gerammt die nachträglich durch eine Pfahlkappe zusammengefasst werden ( Bild 8). 2. Hazslinszky, T., GartenbauIng. 2 Landschaftsgestaltung an Wasserläufen (der ungarische Text befindet sich auf Seite 120) Die Aufgabe der Landschaftsgestaltung besteht in der planmässigen Erhaltung und Weiterentwicklung der natürlichen Werte der Landschaft und in der Aufrechterhaltung des biologischen Gleichgewichtes. Diese Tätigkeit erstreckt sich auf die Beeinflussung der Abflußverhältnisse, Gestaltung des Flußbettes, ingenieurbiologische Eingriffe, die Anpflanzung und Pflege der lebenden Verbauungen zum Schutz der Uferlinien. Der biologische Uferschutz spielt eine hervorragende Rolle. Der biologische Üferschutz bringt zahlreiche Vorteile mit sich, unter anderem die geringen Kosten, die selbstreinigende Wirkung und die Abschirmung. Nachteile sind meistens auf mangelhaften Anpflanzung und Pflege zurückzuführen (z. B. Behinderung des Abflusses, Laubansammlung). Der Lebendverbau wird in erster Linie in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz von den Fachleuten gerne angewandt. Der erste internationale Kongress auf diesem Gebiet wurde in Erfurt, in 1967 abgehalten. Die Methoden der Uferzustandaufnahme wurden erst neulich entwickelt und dementsprechend wurden die gesammelten Angaben in vier Gruppen unterteilt: Ufermorphologie, Ausbaugrad (Bild 1 ), Erosionsverhältnisse ( Bild 2), Uferbepflanzung. Die Vermessung wird mit Hilfe einer Karte vom Maßtab 1:25,000 durchgeführt, die zu einer Sammelkarte von 1:100,000 Maßstab vereinigt werden.