Vízügyi Közlemények, 1967 (49. évfolyam)
4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók
(4 3) KURZBERICHTE UND REFERATE 1. Dr. Ing. Z. Hankó : Der hydraulisch günstige Trapezquerschnitt. (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 552) Querschnittsformen bei denen zur gegebenen benetzten Fläche der relativ kürzeste benetzte Umfang gehört werden als hydraulisch günstig erachtet. Bezeichnend für die hydraulisch günstige Form von offenen Gerinnen ist, dass der hydraulische Radius gleich der halben Wassertiefe ist. Ist der hydraulische Radius geringer als die Hälfte der Tiefe, so bezeichnet man den Querschnitt als schlank (schmal und tief), im Gegenfall ist der Querschnitt flach. Die Gin. (7) bis (11) bringen die Zusammenhänge zwischen den geometrischen Kenngrössen der hydraulisch günstigen Trapezquerschnitte als Funtion der Böschungsneigung zum Ausdruck. (Die Bezeichnungen sind in Abb. 7 erklärt.) In Tafel I und in der Abb. 2 sind diese Zusammenhänge für cotg =0 (senkrecht) und cotg a = = 10 (sehr flach) dargestellt. Unter Berücksichtigung obiger Zusammenhänge und der Strickler-Manningschen Form der Chézij Formel gelangt man zu Gl. (14) aus der sich in der Kenntnis des Gefälles der Kanalsohle (J), der Durchflussmenge (Q ), der Wandrauhigkeit (л) und der Böschungsneigung (a) die Wassertiefe (m) im hydraulisch günstigen Trapezquerschnitt ermitteln lässt. Die graphische Lösung dieser Gleichung stellt Abb. 3 dar. Rauhigkeitsbeiwerte für unterschiedliche Gerinnenwandungen sind in Tafel II zusammengefasst. Wie aus den angeführten Zahlenbeispielen ersichtlich, zieht die Anwendung einer hydraulisch günstigen Querschnittsform eine verringerte Querschnittsfläche mit sich. Die für die Bemessung der Querschnitte erforderliche Arbeit kann durch die Anwendung der Gl. (14) und insbesonders der Abb. 3 bedeutend verkürzt werden. 2. Dr. Ing. В. Guoth: Neuere Verfahren bei der Verlegung von Rohrleitungen und Kabeln unter Flusssohlen. (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 559) Seit der Veröffentlichung des Berichtes in Nummer 2, 1962, der Wasserbaulichen Mitteilungen wurde das Harmstorfsche Verfahren für die Verlegung von Rohrleitungen und Kabeln weiterentwickelt und in zahlreichen Ländern erfolgreich angewandt. Das Wasserstrahlverfahren wird heute zum Verlegen von Rohrleitungen aus Kunststoff bis zu 1200 mm Durchmesser und 10 m Tiefe herangezogen. Dünnere Rohre werden in Bündeln von 10 bis 14 verlegt. Im Gewässern geringerer Tiefe wird das Grabgerät und der Rohrverleger auf gleitenden, oder mit Rädern versehenen Schlitten (Abb. 4, 5) bewegt, während bei grösseren W Tassertiefen ein unter W'asser rollendes Fahrgestell gezogen wird. Das Verfahren erwies sich billig und zuverlässig. Als Beispiele werden die Arbeiten an der Loire (Abb. 6), in den Niederlanden im Nordmeer und an der Donau (Abb. 7) angeführt. .3. Dipl. Ing. I. Horváth: Gedanken über die Verallgemeinerung der Durchflusstheorie. (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 564) In der wasserbaulichen Praxis gelangt die Durchflusstheorie bei der Messung der Fliessgeschwindigkeit nach dem Färbstoff- oder Salzwolkenverfahren [9], bei der Untersuchung von Abflusserscheinungen in Einzugsgebieten [7], bei der Anwendung der Durchflusswellen-Methode [1] und in der Hydraulik des Absetzvorganges [6, 10] zur Bedeutung. Die Tatsache, dass die Durchflusserscheinungen den Transport irgendeiner Masse als Substanz bedeuten, und dass folglich die sog. Transport-Theorie herangezogen werden kann, bildet eine mögliche Grundlage zur Verallgemeinerung. Erweislich besteht eine Analogie zwischen der nach L. Onsager entwickelten Transport-Theorie und den Durchflusserscheinungen. Die Kontinuitätsgleichung (1) bildet die Grundgleichung der Transport-Theorie. Gl. (3) der linearen TransportTheorie führt z. B. zu dem in der Hydraulik wohlbekannten Hagen-Poiseuilleschen Gesetz. Unter Berücksichtigung der Transport-Theorie lässt sich die Durchflusstheorie für verschiedene Substanzen entwickeln, Kreuzeffekte können gedeutet werden, Quellen und Senken erlangen eine physikalische Bedeutung und die mathematische