Vízügyi Közlemények, 1965 (47. évfolyam)
4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók
'(26) In der Praxis dürfen die Charakteristiken eines Brunnens oder einer Brunnengruppe erst nach einer eingehenden Analyse mit ihrem vollen Werte in Betracht gezogen werden. Eine Verringerung der Ergiebigkeitswerte muss nicht unbedingt das Ergebnis einer Verkleinerung des Wasserbestandes sein, sondern kann auch die Folge von bautechnischen Fehlern und darausfolgender Veränderungen sein. Bei Wasseranlagen, die darauf abzielen, artesisches Wasser in grossen Mengen zu fördern und die bedeutende Investitionen erfordern, müssen die Untersuchungen nicht nur für einzelne Brunnen, sondern wenigstens eine Brunnengruppe durchgeführt werden. Bei Wasserversorgungsanlagen ist es wünschenswert, die unter verschiedenen Drücken stehenden wasserführenden Schichten durch gesonderte Brunnen anzuschlagen. DIE BESTIMMUNG DES OPTIMALEN WASSERERTRAGES VON THERMALBRUNNEN Dipl. Ing. В. Spiriev (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 55) Der Verfasser gibt ein Verfahren zur Ermittlung des optimalen Wasserertrages von Thermalbrunnen bekannt. Zuerst werden die gebräuchlichen Begriffe erklärt : der statische Wasservorrat ist das Volumen des in der wasserführenden Schicht unter dem Einfluss der Schwerkraft stehenden Wassers (Formel 1 und 2). Unter elastischem Wasservorrat versteht man jene Wassermenge in der Druckdepressionszone rund um den Brunnen, die aus der räumlichen Ausbreitung des Wasservolumens und der Verkleinerung des Porenvolumens stammt (Formel 3 und 4). Der dynamische Wasservorrat besteht aus jener Wassermenge, die in der Zeiteinheit durch eine zur Fliessrichtung der unterirdischen Strömung senkrecht stehenden Fläche fliesst. Die optimale Schöpfwassermenge ist jener Teil des Wasservorrates, der aus dem statischen, elastischen und dynamischen Vorrat des unterirdischen Wassers aus der Druckdepressionszone um den Brunnen lange Zeit hindurch ohne Veränderung geschöpft werden kann. Bei allen Thermalwassern und vor allem bei gashältigen Wassern treten nach Inbetriebnahme der Brunnen in der wasserführenden Schicht Änderungen im Volumen des Wassers und der Schichten auf. Diese zeigen sich über dem Boden praktisch als Verringerung des Brunnenertrages. Der zeitliche Verlauf dieser Abnahme des Wasserertrages (der einige Monate oder Jahre dauern kann) hängt von der Grösse des elastischen und dynamischen Vorrats ab. Das vom Verfasser ausgearbeitete Verfahren für die Berechnung der eine längere Zeit hindurch schöpfbaren optimalen Wassermenge fusst auf einer Umformung der Exponentialfunktion von Mailler-Boussinesq (Gleichung 6). Sie drückt die Wasserertragsverminderung von Thermalbrunnen aus und wurde mittels Messungen an zwei Thermalbrunnen durch Berechnungen bestätigt (Abb. 1 und 2 stellen die entsprechenden Kurven dar). Die Messungen ermöglichen nun eine Berechnung jenes stabilierten Wasser ertrag es Q s m 3/Tag, dem sich der kontinuierlich abnehmende Wasserertrag als Funktion der Zeit nähert und berechnet den Faktor a der Wasserertragsverminderung. Mit seiner Hilfe kann festgestellt werden, in welcher Zeit der Stabilitätszustand in der Umgebung des Brunnens eintritt (Gleichung 10). Durch die Integration der Gleichung 6 wird der dynamische (Gleichung 12) und elastische (Gleichung 13 und 14) Wasservorrat ermittelt und mit ihrer Kenntnis jene optimale Schöpfwassermenge, die dem Brunnen entnommen werden kann. Durch die Annahme einer Entnahmeperiode kann mit Hilfe der Gleichung 15 der ständige •optimale Schöpfwasserertrag (Q o pt ) berechnet werden.