Vízügyi Közlemények, 1965 (47. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

VERGLEICH DER VERSCHIEDENEN В INNEN WASSERSTRASSEN AUFGRUND DER AUSNÜTZUNG IHRER TRAGFÄHIGKEIT Dr. Ing. Сжц. Fekete (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 63) In den letzten Jahrzehnten rücken auf der ganzen Welt jene Bestrebungen in den Vordergrund, die auf eine Verbindung der Binnenwasserstrassen hinzielen und die dadurch naturgemäss die Frage einer Klassifizierung der Wasserstrassen auf­werfen. Dies geht mit der Notwendigkeit, sie miteinander zu vergleichen, Hand in Hand. Bisher erfolgte die Einordnung der Schiffahrtsstrassen aufgrund je einer technisch-nautischen oder wirtschaftlichen Kenngrösse. Diese Klassifizierungen ent­halten üblicherweise die charakteristischen Grössen der Wasserstrassen und Schiffe in getrennter Form. Dasselbe gilt für die nautischen Umstände, die hydrologischen Verhältnisse und die Kennzahlen, die wirtschaftliche Grössen darstellen (z. B. die Tonnage der jährlich beförderten Güter oder den Betrag der geleisteten Waren­kilometer). Der Verfasser zählt im ersten Teil seiner Arbeit jene wichtigsten Faktoren und Parameter auf, die die „Qualität" der Wasserstrasse vom Standpunkte der Schiff­fahrtskapazität beeinflussen. Er weist ferner darauf hin, dass es notwendig ist, die Korrelationen der wichtigsten Parameter zu kennen und ihre Wechselwirkungen aufeinander durch irgendeinen gemeinsamen Kennwert zu charakterisieren, um die einzelnen Binnenwasserstrassen miteinander vergleichen oder sie in Klassen ein­reihen zu können. Man gewinnt ein realeres Bild über eine Wasserstrasse, wenn man sie nicht nach den tatsächlich geleisteten Tonnen oder Tonnenkilometern hin untersucht, sondern nach ihrer möglichen Leistung miteinander vergleicht. Die effektiv ge­leisteten Warentonnenkilometer enthalten nämlich einen nicht unbedeutenden Un­sicherheitsfaktor. Dies ist der Grad des Versorgtseins mit Handelsware. Die Untersuchung befasst sich in zwei Schritten mit den gestellten Problemen. Sie analysiert nämlich zunächst das Schiff und den Wasserweg statisch und empfiehlt zur Charakterisierung der verschiedenen Wasserstrassen oder ihrer Abschnitte die Einführung eines sogen. TN-Faktors (Tonnentagfaktor) (siehe die Gleichung). Die mit ihm durchgeführten Untersuchungen — für die bezüglich der Donau ein Zahlen­beispiel angeführt ist — fasst jene wichtigsten Zusammenhänge zusammen, die einen Einfluss auf den Tiefgang und dadurch auf die Ausnützbarkeit der Tragfähigkeit eines ruhenden Schiffes ausüben. Da der TN-Faktor auch die verschiedenen Verhältnisse einer Wasserstrasse, wie z. B. die Wasserhöhen, den Eisgang, Nebel, Hochwasser, usw. ausdrückt, bietet dieses statische Verfahren bereits die Möglichkeiten zur Durchführung bestimmter Aufgaben. Die Untersuchung des TX-Faktors für ein konkretes Schiff oder eine Wasser­strasse bietet die Möglichkeit der Feststellung, mit welchem „Gewicht" ein Verlust an Schiffsraumausnützung infolge Eisganges, Nebels, Hochwassers oder ungenügen­der Wassertiefe einzustellen ist. Die Analyse kann für dieselbe Wasserstrasse an verschiedenen Schiffstypen erfolgen, oder aber für verschiedene Wasserstrassen an demselben Schiffstyp, wodurch sich die Möglichkeit bietet, für einen Schiffstyp die ihm die optimalen Kapazitäten sichernde Wasserstrasse auszusuchen, bzw. umge­kehrt für die verschiedenen Abschnitte von Wasserstrassen jene Schiffstypen zu bestimmen, die den günstigsten TN-Faktor besitzen. Der Verfasser führt seine Methode auch graphisch vor und weist auf die Möglichkeiten einer Klassifizierung hin (Abb. 1). Im zweiten Teil seiner Arbeit untersucht der Verfasser sowohl die Wasser­strassen (das strömende Wasser) als auch die Tragfähigkeit (das Schiff) in der Be­wegung, also dynamisch. Ausserdem erreicht er durch die Einführung des sogenann­ten „Zeitgleichwert"-begriffes jene Faktoren, die die Schiffahrt beeinflussen (z. B. die Schiffahrt bei Tag und Nacht oder nur bei Tag; ein- oder zweibahniger Verkehr; Abschnitte mit beschränkten Verkehrsmöglichkeiten, Usw.), durch den zurückleg­baren km-Weg auszudrücken. Ausser der Formel mit dem TK-Faktor (Tonnen­kilometer-Faktor) (Gleichung 2) gibt er zwei Nomogramme für jene Kilometerlei­stungen an, die in einem untersuchten Wasserweg oder in einem seiner Abschnitte

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