Vízügyi Közlemények, 1965 (47. évfolyam)
4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók
'(25) Bezüglich des Verteilungsverhältnisses werden folgende Vorschläge eingebracht : a ) Die Verteilung der Wasservorräte darf sich nie auf die Untersuchung eines einzigen Flussprofils oder — abschnitts beschränken, sondern muss immer ein zusammenhängendes System umfassen. b ) Die Verteilung der Wasservorräte bezieht sich immer auf die nutzbare — also auf die um die im Flussbett verbleibende verringerte — Wassermenge. с ) Bei Gebieten, die in einem engen wirtschaftlichen Kontakt stehen, ist e s richtig, das Verteilungsprinzip unter Berücksichtigung des Verwendungsgrades gelten zu lassen. d ) Bei jenen Einzugsgebieten, in denen die Wassernutzung in der Landwirtschaft zahlenmässig überwiegt, wird das Verteilungsverhältnis von der Wirtschaftlichkeit und dem Verwendungsgrad bestimmt. Als Masszahl dafür kann die Grösse des bewässerten Gebietes, bzw. ihr Verhältnis zueinander in Betracht kommen. DIE UNTERSUCHUNG VON TIEFBOHRBRUNNEN UND DIE VERWENDUNG DER DABEI GESAMMELTEN ERFAHRUNGEN IN DER WASSERWIRTSCHAFT Dr. L. Alföldi, Geologe (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 42) Zum Begriffskreis der Wasserwirtschaft gehört heute bereits auch die Sorge um das artesische Wasser. Das Bauen von Brunnen stellt eine Tätigkeit dar, die von der Forschung untrennbar ist-, deshalb müssen die damit zusammenhängenden Untersuchungen mit der grösstmöglichen Genauigkeit durchgeführt werden. Das Ergebnis von Untersuchungen an Einzelbrunnen hängt eng mit der Technologie der Brunnenherstellung zusammen, weil wegen der Einsturzmöglichkeit der lockeren wasserführenden Schichten in ungefilterten Bohrungen unter Druck stehende Schichten nicht untersucht werden können. Um dies zu verhindern, darf die zu filternde wasserhaltige Schicht nicht mit bentonithaltigem Spülschlamm durchbohrt werden, da er eine dauernde Verstopfung hervorrufen könnte. Die Charakteristiken der unter verschieden grossen Drücken stehenden wasserführenden Schichten können nur jede für sich mit einer hinreichenden Genauigkeit ermittelt werden. Es ist wünschenswert, im Verlauf der Untersuchungen die wichtigsten Werte der ruhenden Wasserspiegel auf einen barometrischen Druck von 760 mm Quecksilbersäule umzurechnen, da der Luftdruckunterschied eine Wasserspiegeldifferenz bis zu 0,5 m hervorzurufen vermag. Wird das Säuberungs-pumpen unfachgemäss durchgeführt, können Schäden entstehen, deshalb muss streng darauf geachtet werden, dass die Wasserentnahme nur langsam gesteigert werden darf und die Wasserspiegelmessungen erst dann durchgeführt werden dürfen, wenn der Gleichgewichtszustand eingetreten ist ( Abb. 1 ) Es muss vermieden werden, rasche und grosse Wasserentnahmen zu tätigen, weil dann in den wasserführenden Schichten dynamische Wirkungen auftreten können, die die Qualität und Lebensdauer des Brunnens wesentlich beeinflussen können. Bei genauen Untersuchungen kann der Ablauf der verschiedenen Erscheinungen mit Hilfe einer Differentialanalyse der als Funktion der Zeit konstruierten Kurven der Zuflussmengen-, Entnahmemengen- und Druckdifferenz gut verfolgt und dynamische oder ähnliche Erscheinungen analysiert werden (Abb. 6 — 7). Im Verlauf der Untersuchung kann der optimale Wasserertrag von Brunnen mit Hilfe der spezifischen Absaugrelativwerte (F r ) ermittelt werden. Von einem linearen Zusammenhang zwischen Zufluss und Absaugen kann nur in Spezialfällen gesprochen werden. Die Werte F r, die als Funktion der Zeit dargestellt sind, bilden nicht eine Gerade, sondern eine Kurve und den optimalen Ertrag liefert der Kulminationspunkt, oder -bereich. Es ist im allgemeinen nicht vorteilhaft, mehrere wasserführende Schichten, die unter unterschiedlichen Drücken stehen, in einem einzigen Brunnen zu vereinen, wobei es besonders schädlich ist, wenn hinter dem Filterrohr eine unverschlossene wasserspendende Schichte bleibt.