Vízügyi Közlemények, 1964 (46. évfolyam)

4. füzet - IV. Perényi Károly: Héjcsatornák az öntözésben

(15) frühere Annahme einer Flaclilandspeicherung wegen ihrer Kostspieligkeit in den Hintergrund gestellt. Der räumliche Rahmen der Wasserwirtschaft ist zu verbreitern. Die Zusammen­hänge der Wasserwirtschaft des Landes mit der Wasserwirtschaft der am selben Einzugsgebiet liegenden benachbarten Länder sind zu prüfen. Die den Wasser­haushalt beeinflussenden Faktoren sind aber nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich veränderlich. Bei den Wasserwirtschaftsbauten sind grössere zeitliche Pers­pektiven in Betracht zu nehmen. Die massgebende Dauer des gesicherten Zuflusses wurde bei der Landesplanung für die Industriewassernutzungen im September­zufluss mit 95%-iger und für die Landwirtschaft im Augustzufluss von 85%-iger Dauer festgelegt. 1Y T. Die Industriewasserwirtschaft und Ansiedlung von Industrieanlagen. Der grösste Verbraucher des Landes-Wasserdargebots ist die Industrie. Der tägliche Wasserumsatz unseres einzigen Eisenhüttenwerkes: des Lenin Hüttenwerkes ist annähernd so gross, wie der durchschnittliche Wasserverbrauch Budapests. In Bezug der Landesangaben fallen 49% des gesamten Jahreswasserverbrauchs auf die Indust­rie, 9% auf die Trinkwasserversorgung und dieses Verhältnis wird sich bis 1980 auf 52, bzw. 7,3% verändern. In der Industrie werden 11% des gesamten Frischwassers verbraucht. Das übrige gelangt in den Vorfluter zurück. 80% dieser Wassermenge sind schädliche Stoffe nicht enthaltendes, erwärmtes Kühlwasser. Für die Industrie­wasserversorgung ist im allgemeinen die Oberflächenwasserentnahme kennzeich­nend. Der Wasserverbrauch der Wärmekraftwerke mit Frischwasserkühlung ist am grössten und wächst auch fernerhin noch mehr. An dem für 1980 zu erwartenden, rund 24 Millionen m 3/Tag industriellen Frischwasserverbrauch ist die elektrische Energie­industrie mit 82% beteiligt, der restliche Wasserbedarf von 4,3 Millionen m 3/Tag verteilt sich auf die sämtlichen übrigen Industriezweige. Der mit Rezirkulation verwertete Industriewasserverbrauch beträgt zurzeit rund 4,2 Millionen m 3/Tag, das sind 34% des gesamten Industriewasserverbrauchs (Bild 5). Die Wasserwirtschaftsbetriebe der Industrie sind organische Bestandteile der Produktionsprozesse. Die industriellen Wasserwirtschaftsbetriebe bilden einen bedeutenden Anteil der Grundinvestitionen, so bei der Eisenhüttenindustrie 19,2, bei der Papierindustrie 8,4, bei der Stromerzeugung 7,8% der Gesamtkosten der Anlage. Die zwei grössten Schwerindustriezentren Ungarns, das Borsoder Industriege­biet und Budapest konsumieren zwei Drittel des gesamten Industriewasserver­brauchs. Bei der Bestimmung des Ortes wasseranspruchsvoller Industrieanlagen sind die Möglichkeiten der Wasserversorgung besonders gründlich zu untersuchen. In der Vergangenheit wurden die Gesichtspunkte der Wasserversorgung bei der Anlage von Industriewerken oft ausser Acht gelassen. Bei der Verbesserung der Gebietsverteilung der Industrie ist eins der wich­tigsten Grundprinzipien, dass die relativ zurückgebliebenen Gebiete des Landes, so hauptsächlich das Tiefland, im möglichst grössten Mass zu industrialisieren sind. Zur Ansiedlung von viel Wasser beanspruchenden Industriezweigen kommen vor­züglich die Gebiete entlang der Donau und der Drau in Betracht. V. Wasserwirtschaft der Siedlungen. Die Zahl der Stadtbewohner wächst bis 1980 um cca 2 Millionen, zugleich verringert sich das Verhältnis der in der Land­wirtschaft beschäftigten von 36% auf 16%. Die günstige Gestaltung des Siedlungs­netzes schafft zugleich auch die Bedingungen einer wirtschaftlicheren Kommunal­werksversorgung. Der Ausbau der Wasserversorgungsbetriebe der Siedlungen ist eine allgemeine Bedingung der Entwicklung, des Wohnungsbaus, der Industrie­ansiedlung, der Unterbringung von öffentlichen Institutionen, und diese erfordern die gleichzeitige Errichtung von Wasserversorgungsanlagen und Kanalisation. VI. Wirtsehafts- und regionale Planung und die Wasserwirtschaft. Als Grund­lage der Ausarbeitung des wasserwirtschaftlichen Rahmenplanes wurden 13 Wasser­wirtschaftskreise bezeichnet (Bild 6). Es ist bemerkenswert, dass die Abgrenzungen der 6 Kreise der volkswirtschaftlichen Planung mit geringen Abweichungen mit den Grenzen der Einzugsgebiete übereinstimmen. Die Einwirkung der Wasserwirtschaft auf die plangemässe Anordnung der Produktionskräfte ist nicht nur auf Grund des „volkswirtschaftlichen Wertes" des Wassers, d. h. der zur Gewinnung nötigen

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