Vízügyi Közlemények, 1964 (46. évfolyam)
4. füzet - IV. Perényi Károly: Héjcsatornák az öntözésben
(14) II. Beziehungen mit der regionalen und Betriebswasserwirtschaft. Die Aufgaben der Wasserwirtschaft können nur auf Grund eines gleichzeitigen Aspekts der Wasserwirtschaft grosser Gebiete und der inneren Wirtschaftung der Betriebe richtig gelöst werden. Ausschlaggebend sind jene Verfahren, mit deren Hilfe das Wasser der Natvir entnommen und den gesellschaftlichen Bedarfen entsprechend nutzbar gemacht wird, ferner seine schädlichen Einwirkungen abgewährt werden. Die Bedingungen der regionalen Wasserwirtschaftsplanung eines Gebietes, die Bedingungen der Errichtung und des Betriebs eines Systems bestimmen in erster Linie die räumliche Verteilung der Produktionskräfte bzw. der Wasserdargebote (die hydrologischen und hydrogeologischen Umstände der Wasserbesorgung), ferner die Produktionsverfahren der Wasserwirtschaft (Wasserbesorgung, Aufbereitung, Verteilung und die mechanischen, chemischen und biologischen Prozesse der Abwasserreinigung). Die Produktionsvorgänge der Wasserwirtschaft sind denen der exploitierenden, bzw. aufbereitenden Industrie artverwandt. Die grossen Wasserbeschaffungs- und Aufbereitungsbetriebe können mit Recht als ,,Wasserfabriken" bezeichnet werden, die unterirdisches Wasser entnehmenden Wasserwerke dagegen als „Wasserbergwerke". Dem in Ungarn grösstenteils schon errichteten Borsoder Regionalen Wasserversorgungssystem folgen die Systeme Nordnógrád-Mátra und Séd-Gaja. Die Wasserversorgung der Erholungsorte am Balaton fügt sich schon in den Plan des Regionalen Wasserwerks Balaton ein. Für das Mass der Verschmutzung ist kennzeichnend, dass zwei Drittel der abgelassenen Abwässer genügend verdünnt, oder gereinigt in den Vorfluter gelangen, ein Drittel aber ungereinigt. Seit Erscheinen der Regierungsverordnung über den Schutz der Reinheit der Gewässer ist bei einzelnen Gewässern eine bestimmte Besserung zu bemerken. Die hiezu verwendbaren Mittel wuchsen an, die Reinigungstechnologie entwickelte sich und bei den meisten Industriebetrieben änderte sich der auf Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung bezügliche Aspekt. Es ist zu hoffen, dass die vorhandene Menge von täglich 1,3 Millionen m 3 ungereinigten Abwassers bis Ende 1965 auf 0,9 Millionen m 3 verringert und die nötige Reinigung spätestens bis 1970 erreicht wird. Die zwischen den sozialistischen Ländern auf diesem Gebiet entwickelte und schon fruchtbare Praxis kann der zu schaffenden internationalen Zusammenarbeit als Beispiel dienen. Der Kampf um die Wahrung der Reinheit der Gewässer entfaltet sich schon im Weltmass. Nach der in 1961 organisierten internationalen Konferenz der Europäischen Wirtschaftskommission der Vereinigten Nationen und der Londoner WeltAbwasser-Konferenz 1962 findet 1964 eine neuere internationale Konferenz in Tokio statt. III. Landes —Wasserdargebotswirtschaft. Der frühere überwiegende Agrarcharakter Ungarns ergab es, dass sich seine Wasserwirtschaft fast ausschliesslich der Landwirtschaft anschloss. Der Jahresabfluss des Landes beträgt durchschnittlich 120 km 3. Wird das dem derzeitigen, 3,4 km 3 erreichenden Wasserverbrauch gegenübergestellt, scheint es, dass das Wasserdargebot reichlich sei. Wird aber der Augustabfluss der Oberflächenwässer von 85% Dauer betrachtet, ergibt sich der nutzbare Abfluss auf 564 m 3/s, der gesamte Wasserbedarf auf 118 m 3/ s (Werte von 1960). Der massgebende Wert 1980 der Oberflächenwassernutzungen beträgt 803 m 3/s, während sich das nutzbare Dargebot durch Speicherungen und andere Eingriffe auf 1000 m 3/s erhöht. Die Wasserdargebote befriedigen die Ansprüche in einzelnen Landesteilen schon jetzt nicht. Das Theisstal als Ganzes betrachtet werden schon zurzeit 55% des Abflusses von 132 m 3/s: 73 m 3/s nutzbar gemacht (eine zeichnerische Darstellung der Angaben ist in den Bildern 1, 2, 3, 4 sichtbar). Das dauernd entnehmbare dynamische unterirdische Wasserdargebot beträgt in Ungarn rund 207 m 3/s, oder 6,5 km 3/Jahr. Das unterirdische Wasserdargebot belastet ein summierter (Trink-, Industrie-, Landwirtschafts-) Wasserbedarf von 21,3 m 3/s. Den Wasserbedarf mit dem Dargebot vergleichend kann festgestellt werden, dass sich bedeutendere natürliche Reserven nur bei der Donau und der Drau zeigen. Die Beseitigung des sich meldenden Wassermangels ist aber im Theisstal durch Speicherung von cca 600 Millionen m 8 Wasser, in den anderen Landesteilen aber durch Errichtung von Hügellandspeichern mit insgesamt 100 Millionen m 3 Fassungsraum möglich. Bei den Verschaffungsmöglichkeiten von Wasserzusätzen wurde die