Vízügyi Közlemények, 1958 (40. évfolyam)

4. füzet - VII. Kisebb közleménye

f 12) WASSERWIRTSCHAFT DER UNGARISCHEN SCHWER­IND USTRI EB ETRI EB E von B. Nagy (Siehe Seile 17—28 des ungarischen Textes) DK. 1528.1 : 6(59.1 Die Wasserwirtschaft der ungarischen Schwerindustriebetriebe ist trotz alle 1" Bemühungen der Fachleute nicht befriedigend: ihre Entwicklung konnte mit der raschen Industrialisierung der letzteren Jahre nicht Schritt halten. Wasserbedarf, Verbraachsnormen. Der Wasserbedarf der einzelnen Erzeugungs­vorgänge kann in Kenntnis der angewandten Arbeitsverfahren ziemlich verläßlich bestimmt werden. Infolge der Verschiedenheit der zahlreichen beeinflußenden Fak­torenkönnen jedoch die Wasserverbräuche der gleichen Produktionszielen dienenden Einrichtungen auch größenordnungsmäßig von einander abweichen. Dies bezieht sich besonders auf die Hüttenbetriebe, Stahl- und Roheisenerzeugung. Die Fest­stellung des gesamten Wasserverbrauches eines Industriebetriebs ist schon eine viel schwierigere Sache, da zahlreiche Möglichkeiten eines wiederholten Verbrauchs bestehen. Bei Vorberechnungen und Orienlierungskontrollen leisten die Anhalts­zahlen Hilfe. Qual itfitsanforderungen. Es ist eine fast allgemeine Anforderung, daß das In­dustriewasser schwebstoffrei sei. Der Schwebstoffgehalt soll im allgemeinen unter 300 mg/1 bleiben. Wichtig ist auch die Beschaffenheit der Schwebstoffe (körnig, faserig, usw). Chemisch schädlich sind die organischen Schwebstoffe, die laugigen oder sauren Verunreinigungen, Härte über 30 d°. Vom Standpunkt der Industrie betrachtet wäre meistens eine Trinkwasserqualität erwünscht, dies widerspricht jedoch den Interessen der Volkswirtschaft. Temperaturanforderungen. Bei kalten Betrieben ist die Wassertemperatur fast belanglos. Bei warmen Betrieben soll das Wasser je kälter sein, da die Kühlung desto wirksamer ist. Die niedrigste Temperatur des Kühlwassers kann um -f 1° sein, die höchste bestimmt die Härte und der erstrebte Kühlwert. Bei bestimmten Vor­gängen und, wenn es sich um enthärtetes Wasser handelt, ist oft die Kühlung mit 100 C°-igen Dampf am wirtschaftlichsten. Druckanforderung. Die Druckanforderung der einzelnen Abnahmestellen ergibt sich aus zwei Faktoren, undzwar aus dem statischen und dem sog. freien Druck. Dieser Letztere deckt die hydraulischen Verluste und stellt auch den Sicherheits­faktor. Nach Feststellung des Druckbedarfs der einzelnen Abnahmestellen, bzw. Betriebsteile kann der für den gesamten Betrieb erforderliche Druck, bzw. die Anzahl der wirtschaftlich nötigen Druckzonen ermittelt werden. Die Sicherstellung eines besonderen Feuerlöschdrucks ist heutzutage schon unzeitgemäß). Verunreinigung. Das Industriewasser wird beim Gebrauch meistens verunrei­nigt. Die Verunreinigung kann eine physikalische oder chemische, bzw. irgendeine Kombination der beiden Arten sein. Als physikalische Verunreinigung gill Tempe­raturerhöhung, Anstieg des Schwebstoffgehálts, Färbung. Die chemischen Verun­reinigungen sind oft bedeutungsvoller, als die physikalischen, umsomehr, da diese gewöhnlich nicht mit so einfachen Einrichtungen entfernt werden können. Verfasser führt die häufigsten und gefährlichsten schwerindustriellen Verunreinigungen an Hand zahlreicher Beispiele vor; Größenordnung und Wirkung werden ebenfalls ) ausführlich behandelt. Die unbedingte Notwendigkeit der Anwendung von Reini­gungsverfahren wird betont, da an einzelnen Wasserläufen das Maß der Verun­reinigung ihre Selbstreinigungsfähigkeit. schon lange überschritten hat und da die Abwasserreinigung doch schon eine technisch gelöste Frage ist. Wiederholte, Benützung , Wasserkreislauf. Die Schwerindustriebetriebe kümmern sich im allgemeinen deshalb nicht um die Verringerung ihres Frischwasserbedarfs, weil die Sparsamkeit Mehrarbeit erfordert. Bei einzelnen älteren Betrieben stoßen solche Lösungen oft an unumgängliche Hindernisse. Die wiederholte Benützung des Wassers, das heißt die Reihenschaltung einzelner Betriebsteile hat zwei Vorbedin­gungen: einesteils darf der Wasserdruck im Laufe der vorgehenden Benützung nicht dermaßen fallen, daß der Druckbedarf der folgenden Wassernützung nicht mehr

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