Vízügyi Közlemények, 1956 (38. évfolyam)

2. füzet - VII. Kisebb közlemények

(48) Einige methodologische Erfahrungen des Hydrologen bei der Ausarbeitung des wasser­wirtschaftlichen Rahmenplanes Das Rückgrat des Wasserwirtschafts-Rahmenplanes bildet die Bestimmung der Wasservorräte, sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht. Für ge­wässerkundlich nicht genügend untersuchte Wasserläufe wurde der Mangel an Angaben durch Anwendung der hydrologischen Analogie ersetzt. Zu diesem Zweck wurden Kennwerte von identischer Häufigkeit mit den Methoden der mathematischen Statistik bestimmt und ihre geographische Verteilung kartenmäßig dargestellt. Auch die Parameter und verschiedene Verhältniszahlen wurden in Längsschnitten und auf Karten dargestellt. Die Verarbeitung des gewässerkundlichen Angabenmaterials bis auf einen so ausführlichen Grad hat sehr viel Arbeit beansprucht, ist aber für die wasserwirtschaftliche Planung und Praxis von sehr großem Belang. Den dritten Vortrag hielt Gy. Kovács, Kandidat der technischen Wissenschaf­ten (Projektbüro für Wasserbau), unter dem Titel Hydrographische Fragen der Kanalisierung der ungarischen Flüsse Unter den mit der Kanalisierung der Flüsse zusammenhängenden hydrogra­phischen Fragen sind diejenige, die sich auf den Flußlauf selbst beziehen, die schwierigsten. Die die Abflußverhältnisse betreffenden Gesetzmäßigkeiten müssen erst im natürlichen Zustand des Flusses erkannt werden, um nachher die durch Stau herbeigeführten Änderungen untersuchen zu können. In Zusammenhang mit dieser Frage harrt die Bestimmung des jeweiligen Spiegelgefälles ihrer Lösung. Die Mündungsstrecke der Flüsse der Tiefebene steht oft unter Stauwirkung ihres Vorfluters. Bei der Berechnung von Staukurven können die unter solchen Umständen gesammelten Beobachtungen gut verwertet werden. Unter den Berech­nungsmethoden der Staukurven passt sich den verfügbaren hydraulischen Angaben •das Pavlovsky-Yerfahren, bzw. dessen weiterentwickelte Form am besten an. Die in Vorschlag gebrachten Beobachtungen würden — unter anderem — Stütz­punkte zur Lösung der mit dem Betrieb der Wehr- und Wasserkraft anlagen zusammenhängenden Wasserstandsvorhersage bilden. An der den Vorträgen folgenden Diskussion nahmen die folgenden teil : Ing. E. Molndr (Projektbüro für Wasserbau) : Im vergangenen Jahrhundert stand der Kampf gegen <lie durch Wasserübermaß verursachten Schäden im Vordergrund. Es wurde ein Viertel des Landes, ein Gebiet von 2,3 Millionen ha, vom Wasser zurückerobert. Es waren die damit zusammenhängenden Arbeiten, die die hydrographische Forschung ins Leben gerufen haben. Nach der Befreiung, in 1945, nahmen die wasserwirtschatlichen Investitionen einen großen Auf­schwung, und die neue sozialistische Planwirtschaft stellte auch der hydrographischen Forschung große Auf­gaben. Die Staustufe von Tiszalök und das mit ihr verbundene Bewässerungssystem haben zahlreiche neue Probleme aufgeworfen, u. A. die Wirkung der gestauten Flußstrecke auf die Gestaltung des Grundwas­serspiegels, den durch die Bewässerung verursachten Grundwasseranstieg, die Frage ri"r Güte des Bewäs­serungwassers. usw. Die Katastrophe 1931 stellte wieder die Probleme des massgebenden Hochwasser­spiegels und der Hochwasservorhersage in den Vordergrund. Die Weiterentwicklung der Bewässerungs­wirtschart und der industriellen Erzeugung fordert immer ausführlichere Auskunft über dsn Wasser­vorrat. Ing. t. Oroszlány (Forschungsanstalt für Bewässerung und Beiskultur) : Die vorgeführte neue Methode der Bestimmung des wirtschaftlich ausnützbaren Bewässerungswasservorrates muß weiter ver­feinert werden. Dies kann vor allem auf Grund der ausführlichen agronomischen Pläne der einzelnen Produktionsgebiete und genauerer Berücksichtigung der durch Versickerung entstehenden Wasserver­luste des Kanalnetzes geschehen. Zwecks Bestimmung der letzteren müssen Messungen durchgeführt werden. Die Verhinderung der Versickerung ist nicht nur vom Gesichtspunkt der besseren Ausnützung des Wasservorrates von Belang, sondern auch wegen der Gefahr des Grundwasseranstiegs, der die künstlich abzuleitenden Wassermengen erhöht und sogar zur Versumpfung oder zur sekundären Bil­dung von Alkaliböden führt. Die Bewässerungsmethode muß in jedem Fall auf Grund von Versicke­rungsversuchen erwählt werden, daß die ausgelieferte Wassermenge ausschließlich zur Befriedigung des Wasserbedarfes der Pflanzen diene. Die Erweiterung der Anwendung der Bewässerung durch Überstau­ung, und insbesondere die Einrichtung von neuen Beisfeldern, müßte wegen der Gefahr des Grund­wasseranstiegs mit besonderer Sorgfalt untersucht werden. Die Dichtung der Kanäle gegen Versickerung jstlzwar kostspielig, aber es verringert sich der Wasserbedarf, also verringert sich auch der auf die Gebietseinheit entfallende Kostenaufwand der Wasserentnahmewerke, der Verteilungs- und der Ent­wässerungskanäle. Alles in allem : die Bestimmung des wirtschaftlich ausnützbaren Bewässerungswasser­vorrates ist eine schwierige Arbeit, die unter Berücksichtigung vieler Faktoren erledigt werden muss. Ing. V. Illei (Projektbüro für Wasserbau) : Die Kanalisation eines Flusses kann einen überwiegen­den Teil der Regulierungsprobleme lösen. Der kanalisierte Fluß trachtet allmählich einen neuen Gleich­gewichtszustand auszugestalten. Das grobe Geschiebe verursacht Wasserspiegelerhöhung und verringert dadurch die Hochwasserschutzsicherheit in der Umgebung der Rückstaugrenze, während die Sandbänke «in Hindernis in den Weg der Schiffahrt legen. Der Schwebstoff lagert sich gleichmäßig in der ganzen

Next

/
Thumbnails
Contents