Vízügyi Közlemények, 1956 (38. évfolyam)

2. füzet - VII. Kisebb közlemények

(49) Länge des Stauraumes ab. Unter der Wehranlage vertieft sich das Bett, während das Bettmaterial grob­körniger wird. Die Bestimmung des Ausmaßes der zu erwartenden Auflandung oberhalb der Wehranlagen und der unterhalb deren zu erwartenden Auskolkung ist eine wichtige Aufgabe der Planung der Stau­stufen. Die Untersuchung der Geschiebeverhältnisse an den vorhandenen Wehranlagen und das Angaben­sammeln ist von außerordentlicher Bedeutung. Ing. J. Sabathiel (Generaldirektion für Wasserwirtschaft): Alle Vorträge und Diskussionsbeiträge widerspiegeln die Plage der Forscher und der Konstrukteure, um mit Hilfe des immer unzulänglichen Beobachtungsmaterials unter Berücksichtigung der theoretischen Forschungsergebnisse, möglichst zuver­lässige Resultate zu erzielen. Es kommt bei der Bearbeitung von Entwürfen oft vor, daß der Mangel an Angaben oder an längeren Beobachtungsreihen durch theoretische Erwägungen oder Analogien ersetzt werden muss. Es wäre darum im Interesse der späteren Entwurfsarbeit wichtig, nach dem Fertigstellen der Bauwerken Kontrollmessungen durchzuführen, um nachträglich feststellen zu können, im welchem Maße die angenommenen Voraussetzungen von der Wirklichkeit abweichen und inwieweit die bei der Planung gemachten Vernachlässigungen zulässig sind. Es ist das richtigste, wenn der Konstrükteur selbst festgestellt, welche Untersuchungen und Beobachtungen nach dem Fertigstellen des Werkes anzustellen seien. Prof. B. A. Martschinkow (Bulgarien) : Der hydrologischen Forschung harren auch nach dem Fertig­stellen der Wasserbauten wichtige Aufgaben, z. B. bei den Bewässerungen : die Untersuchung der geänder­ten Wasserhaushalts Verhältnisse. Die Wassermessung und der Betrieb der Verteilungswerke, die Ver­sickerung aus den Kanälen, die Wirkung der Bewässerung auf das Grundwasser, usw., werfen zahlreiche hydrograpnische Forschungsaufgaben auf. Der Erfahrungsaustausch der interessierten Fachkreise ist von großer Bedeutung, seitens Bulgariens ist man dazu gerne bereit. Ing. Z. Károlyi (Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft) : Die geplante Überleitung einer Wassermenge von 90 m 3/sec aus der Donau in die Tisza kann die Wasserführung der Donau einigermaßen beeinflussen und, da das Bett auf alle Änderungen empfindlich reagiert, wäre es zweckdienlich zu unter­suchen, ob nicht ein Umbau oder eine Ergänzung der Niedrigwasserregulierungswerke notwendig sei. Direktor Ii. Petrouic (Jugoslawien): Die Geschiebeforschung ist von großer Wichtigkeit in Jugosla­wien, wo die Oberflächengestaltung im allgemeinen steil und ein großer Teil der Wälder infolge der langen Kriegszeiten verschwunden ist. Die Geschiebemessungen werden in Zusammenhang mit der Wildbach­verbauung heute bereits auf einer Fläche von 170 km 2 durchgeführt. Aus den aufgefangenen Geschiebe­mengen folgert man auf die Geschiebeführung der Vorfluter. Prof. E. Mosonyi erwähnt, — sich auf das Bedenken Z. Károlyi's berufend — daß die geplante Wasser­überführung aus der Donau nicht stetig wäre. Da nur von einer unstetigen, dem Wassermangel entspre­chenden Wasserentnahme die Rede ist, kann ihre Wirkung auf die Regulierungsbauwerke nicht groß sein. Dessenungeachtet erachtet er die Untersuchung der Frage nicht für überflüssig. Im Anschluß an die Mitteilungen R. Petrovic's betont er, daß auch in Ungarn ernst zu nehmende Erosionserscheinungen wahrnehmbar sind, mit denen man*sich befassen muß. Mangels Wasserstandsvorhersagen oder wegen Vorhersagefehler, kann die unrichtige Handhabung der Wehranlagen in Kilowattstunden ausdrückbare Verluste verursachen, es kann also in Geldwert berechnet werden, welche Opfer die Weiterentwicklung der hydrologischen Forschung lohnt. Я* Ing. К. Fazekas (Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft) : Durch eine gesteigerte hydrographische Meßtätigkeit wachsen die Ansprüche auf Geräte, zur Befriedigung deren die Aufstellung einer speziali­sierten Kleinwerkstatt sich lohnen würde. In Beziehung mit den Aufgaben der Flußkanalisierung und des Strombaues wäre es zweckmäßig durch Modellversuche die allgemeinen Gesetze der Bettgestaltung bei geschichtetem Bettmaterial, wie das in mehreren Flüssen des Landes vorkommt, zu erforschen. Ing. M. Kozák : Im Interesse genauer, die hydraulischen Merkmale der Flutwellen berücksichti­genden Hochwasservorhersagen müßten die Änderungen der hydraulischen Kennzeichen von Anfang des Anschwellens an bekannt sein. Die Erscheinungen der unstetigen Wasserbewegung können nur mit Hilfe einer entsprechenden Anzahl von Schreibpegeln verfolgt werden. Dr. Ing. W. Lászlóffy (Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft) würdigt den Vortrag Professors Dub und erwähnt, wie gut sich die tschechoslowakischen Ergebnisse mit den ungarischen übereinstim­men, weshalb sie auch in ungarischer Beziehung von großem Wert sind...Er schließt sich der Ansicht R. Petrovic's an, dass die Folgen der Kahlschläge nur durch gänzliche Änderung der Bodennutzung und der Lebensweise der Bevölkerung erfolgreich bekämpft werden können. Schließlich betont er, daß die Vorträge des Kongresses, dem Aufgabenbereich des ursprünglichen hydrographischen Dienstes ent­sprechend, nur die Fragen der Gewässer der Oberfläche behandelten. Infolgedessen wurden die in der Diskussion öfters berührten Fragen der Wassergüte, des Gewässerschutzes, der unterirdischen Gewässer, usw. in den Vorträgen nicht erörtert, obzwar diesbezüglich die entsprechenden Abteilungen der For­schungsanstalt für Wasserwirtschaft gleichfalls bemerkenswerte Ergebnisse aufweisen können. VI. Diejföstliche Schlußsitzung Im ersten Teil der Sitzung hat Dr. Ing. M. F. Menkel, Vertreter der Akademie der Wissenschaften der Sowjetunion, über seine mit S. N. Krickij gemeinsame Studie Einige theoretische Fragen der hydrologischen Bemessung der Speicherbecken gesprochen. Betreffs der theoretischen Grundlagen der Studie weisen wir auf das Werk der Autoren : „Vodohozjajsztvennie raszesoti" (Gidrometeoizdat, Moskau, 1954) hin, hier geben wir nur die Hauptgedanken des Vortrags. Zur Inanschlagnahme der Obcrjlächenwässervorrale dienen die Summenlinien der Häufigkeitskurven der jährlichen Wasserführung der Flüsse als x\usgangspunkt. 4 Vízügyi Közlemények —

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