Vízügyi Közlemények, 1956 (38. évfolyam)

2. füzet - VII. Kisebb közlemények

(47) In Zusammenhang mit der Regelung der Wasserverhältnisse des Neusiedler-Sees und der Hanság sollten die hydrologischen Forschungsarbeiten in Zusammenwirkung mit dem österreichischen hydro­graphischen Dienst durchgeführt werden. Auch mit den tschechoslowakischen Hydrologen haben wir die geplante Donauwasserkraftausnützung betreffend gemeinsame Probleme. Zur erfolgreichen Lösung der hydrologischen Aufgaben der Regelung der Binnengewässer sollen 1. die hydrographischen Beobachtungen an den bestehenden Kanalsystemen weiterentwickelt, 2. einige Einzugsgebiete für Versuchs- und Forschungszwecke eingerichtet und 3. die methodologischen Forschun­gen — besonders auf dem Gebiet der Vorhersagen — fortgesetzt werden. Prof. Dr. Ing. E. Mosonyi : Die im Laufe der vierziger Jahre in den Karpathen angestellten Abfluß­mengenmessungen und die dort erworbenen Erfahrungen bestätigen in vollem .Maße die mit den verein­fachten Methoden zusammenhängenden Feststellungen des Professors Martschinkow. Die möglichst schnelle Durchführung der Messung auf Flüssen mit heftig schwankender Wasserführung ist nicht nur vom wirtschaftlichen, sondern auch vom Gesichtpunkt der Verläßlichkeit der Ergebnisse unerläßlich. Dr. Ing. W. Kresser (Österreich) : Die Einwirkung des Ausbaues der Wasserkräfte auf den Verlauf der Flutwellen wurde schon im Zusammenhang mit der Bestimmung der maßgebenden Hochwasserlinie erwähnt. Gemäß den im Jahre 1953 beendigten Untersuchungen des österreichischen hydrographischen Dienstes hat sich die Scheitelmenge der größten Donauhochwässer, durch die Wirkung der im Inn-System gebauten Staustufen und der in den Jahren 1927 — 30 ausgeführten bayerischen Hochwasserschutzmaß­nahmen, um etwa 300 m 3/sec erhöht. Auch die Einwirkung des Baues von Wehranlagen auf die Eisbildung und den Eisabgang muß untersucht werden. Im Anschluß an den Vortrag P. Salamin' s erwähnt er, daß im vorigen Winter ein erfolgreicher Versuch mit einem mit radioaktiven Isotopen funktionierenden Fernmelde-Schneedichtemesser durch­geführt wurde. Das Gerät wird den Erfahrungen entsprechend noch vervollkommnet und die Ergebnisse veröffentlicht werden. Schließlich erwähnte er, daß der Möglichkeit der Anwendung von radioaktiven Isotopen in der Wassermeßtechnik große Aufmerksamkeit gewidmet werden müsste. Ing. J. Juhász (Projektbüro für Wasserbau) : Bei der Planung von industriellen Wasserversorgungs­anlagen und Abwasserableitungen sind die Angaben der Niedrigwasserführung kleinerer Wasserläufe oft nötig. Die täglichen Abflußmengen können — von seltenen Ausnahmen abgesehen — nicht einmal in jenen Profilen zuverläßlich bestimmt werden, wo die Wasserstände seit 5 — 10 Jahren beobachtet und auch systematische Abflußmengemessungen angestellt wurden. Mangels Aufzeichnung der die Abflußverhält­nisse beeinflußenden örtlichen Umstände (Bettveränderungen, Stauungen, usw.), und da die extremen Abflußmengen betreffenden Messungen im allgemeinen fehlen, ist das Rekonstruiren der Schlüsselkurven vergangener Jahre oft unmöglich. Mittels besserer Auswahl der Meßprofile, oder durch deren eventuellen Ausbau und nötigenfalls durch öfters wiederholte Messungen soll die Möglichkeit zur Aufstellung einer zuverläßlichen Abflußmengestatistik der kleineren Wasserläufe baldmöglichst gesichert werden. Dr. Ing. W. Lászlóffij (Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft) : Bei den Abflußmengenerhebungen an Strömen nimmt die Geschwindigkeitsmessung selbst, im Verhältnis zu den vorbereitenden Arbeiten,, verhältnismäßig kurze Zeit in Anspruch. In der Praxis des ungarischen hydrographischen Dienstes wird darum im allgemeinen das Punktmessverfahren angewendet. Die von Prof. Martschinkow empfohlenen vereinfachten Verfahren sind aber auch in solchem Fall für eine überschlägige Kontrolle der Ergebnisse an Ort und Stelle, sowie für die Nachprüfung der rechnerischen Mengenermittlung gut verwertbar. Auf die von Dr. Kresser erwähnten österreichischen Untersuchungen betreffs der mit Isotopen angestellten Schneedichtemessung wurde in der ungarischen Fachliteratur schon zweimal hingewiesen. Im Anschluß an seine Bemerkung, daß man in der Flußhydrometrie auch heute noch die von Paul Vásárhelyi (oder von Woltman) benützten Methoden anwendet, weist er auf einen Vortrag hin, den Dozent Dr. J. Boros über die Anwendung von Thermistoren in der Hydrometrie eben jetzt in der Ungarischen Gesellschaft für Hydrologie angekündigt hat. Es ist zu erhoffen, daß das Verfahren — das er in engeren Kreisen schon öfters erörtert liai — auch an Strömen und Flüssen angewendet werden kann. Prof. Dr. E. Mosonyi : Da es zu befürchten ist, daß die immer umfangreichere praktische Anwendung der radioaktiven Isotopen in gewissem Maße die Reinheit der Gewässer gefährden könnte, wäre es zweck­dienlich, wenn die Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft sich ausser der Frage der Anwendung der Isotopen in der Meßtechnik, — worüber Dr. Kresser sprach — auch mit dem Problem der durch Isotopen verursachten Verunreinigung der Gewässer, vorläufig bis zum Masse der allgemeinen Orientierung, befas­sen würde. Dozent P. Salamin, Kandidat der technischen Wissenschaften (Technische Hochschule), bemerkt betreffs der in mehreren Vorträgen erwähnten graphischen Untersuchung des Zusammenhanges hydro­logischer Elemente, daß neben dieser auch die Korrelationsrechnung ein nützliches Hilfsmittel der hydro­logischen Untersuchungen ist, wie dies die zur Bestimmung des Abflußbeiwertes von ihm aufgestellte empirische Formel beweist. V. Die hydrographischen Fragen der Bewässerung und der Flußkanalisierung Der erste Vortrag der Session wurde von Universitätsdozent Ing. E. Kertai gehalten, unter dem Titel Die Bestimmung des Bewässerangswasservorrates , dessen Text, sowie deutscher und englischer Auszug, an anderer Stelle dieses Heftes erscheint. Weiterhin folgte der Vortrag des Akademikers Professor Dr. Ing. О. Dub (Tschechoslowakei) über das Thema

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