Vízügyi Közlemények, 1947 (29. évfolyam)

1-4. szám - VI. Szakirodalom

(29) Die über das ganze Einzugsgebiet sich erstreckenden geologischen Untersuchungen sind aber nicht bloß zur Festlegung der Abflußverhältnisse notwendig, sondern auch zur Klärung der Geschiebebildung und Geschiebebewegung, d. h. letzten Endes der zu erwar­tenden Auflandung des Beckens. Tafel III. enthält H. M. EAKIN's Angaben, die uns einen Begriff von der Geschwindigkeit der Auflandung amerikanischer Speicherbecken geben. Infolge Befortsung nehmen Geschiebebewcgung und Verlandung in hohem Maße ab, wie es, auf den Mc Millian Speicher bezogen, Tafel IV /а klar veranschaulicht. Die Ein­wirkung einer Verwüstung (Waldrodung oder Waldbrand) ist gerade entgegengesetzt, wofür Tafel IVfb ein Beispiel bietet. Die geologischen Beschaffenheiten des Beckens und der Schlucht beeinflussen — einesteils wegen der Versickerungsmöglichkeit, anderenteils aus statischen Gesichtspunk­ten, — die Abmessungen des Speichers; auf diese Umstände weist der Verfasser ausführlich hin. Die Arten der geologischen Untersuchung sind: 1. regionale Forschung, 2. geophysische Untersuchungen, 3. Detailaufnahme (Bohrung, usw.), 4. Laboratoriumsuntersuchungen. 2. Wasserbedarf für wichtigere wasserwirtschaftliche Zwecke. Der Bedarf einer Wasserkraftauanutzung hängt von der Beschaffenheit des Ver­brauches ab, wie es auf der Abb. 8. zu sehen ist. Don Tageslauf des städtischen Verbrauches veranschaulicht Abb. 9. Der Bedarf / ist aus der Belastung — im Falle eines konstanten Gefälles M — nach der Gl. 13. zu berechnen. Dient der Speicher der Ausgleichung einer Energiezufuhr eines Lauf kr aft Werkes, so erfolgt der Verbrauch, wie es Abb. 10. darstellt. Der Bedarf der Bewässerung hängt ab: a) von klimatischen Faktoren, b) von den physischen und chemischen Beschaffenheiten des Bodens, c) vom Ansprüche der angebau­ten Pflanzen.Der Wasserbedarf der verschiedenen Pflanzenarten ist während rler Fechsungs­periode sehr verschieden (Abb. 11.). Der Bedarf der Bewässerung in ungarischen Relationen wurde von Prof. E. NÉMETH (Budapest ) eingehend studiert. Vergleicht man die Gang­linie der Wasserführung eines Flusses mit dem Diagramm des gemeinschaftlichen Bedarfes der angebauten Pflanzen (Abb. 12.), so erhalten wir die vom Speicher zu ersetzende Wasser­menge und ihre zeitliche Verteilung. Auf Abb. 13. stellt uns der Verfasser Untersuchungen dar, die er zwecks Lösung der Theißtalbewässerung durch Speicherung durchgeführt hat. Der Bedarf der Schiffahrt hängt teils von der natürlichen Wasserführung teils von der Länge der Schiffahrtszeit ab. Die Berechnung eines zwecks Hochwasserschutzes auszubauenden Speicherraumes kann gemäß den Varianten der Abb. 14. erfolgen. (Gl. 16.) Vor der Feststellung des Raumbedarfes muss die grundlegende Frage entschieden werden: 1. ob die Verzögerung, infolge von Speicherung, der Flutwelle kein ungünstiges Zusammentreffen der Flutwellen an den abwärts liegenden Flußstrecken verursachen würde. Nach Klärung obiger Frage ist, 2. die maßgebende Flutwelle festzustellen, und 3. der Speicherraumbedarf zu berechnen, 4. zuletzt muß die Senkung festgestellt werden, die die Speicherung in der Höhe eines katastrophalen Hochwassers hervorbringen würde. Die Berücksichtigung der Wasserverluste zwischen dem Speicher und der Ausnutzungs­stelle ist von großer Wichtigkeit, denn auch diese Wassermengen müssen aus dem Speicher ersetzt werden. Ursachen solcher Verluste sind: 1. Verdunstung, 2. Versickerung, 3- natür­liches Rückhaltvermögen des Flußbettes. Letzteres bildet keinen effektiven Verlust, denn die im Laufe des Ansteigens zur Auffüllung des Flußbettes zurückgehaltene Wasser­menge wird während der Abnahme des Wasserstandes wieder frei. Den prozentuellen Wert der Verdunstung ergeben die Gleichungen 17. und 18.; die Versickerung, auf 1 lfm gerechnet, ergibt die Gl. 19., auf Länge L gerechnet die Gl. 20., und perzentuell die Gl. 21; diese kann man auf Grunde der auf Abb. 15. bezeichneten Annahmen — nach E. GROH — ableiten. Für die in den Gleichungen vorkommenden к Durchlässigkeitsbeiwerte gibt Prof. J. JÁKY (Budapest) einen annähernden Zusammenhang. Abb. 16. veranschaulicht die Wirkung des Rückhalt Vermögens des Flußbettes auf den Abfluß.

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