Vízügyi Közlemények, 1947 (29. évfolyam)
1-4. szám - VI. Szakirodalom
(28) Bei Einzugsgebieten im Gebirgsland muß die Aenderung des Niederschlages nach der Meereshöhe (M) berücksichtigt werden; sie kann im Gebiete des Karpatenbeckens mittels der Korrektionsgleichung HAJÓSY's (Gl. 8.) berechnet werden. Diese Gleichung ergibt jedoch nur den normalen Zuwachs des Niederschlages; hievon zeigt sich eine den topographischen Verhältnissen und den Himmelsgegenden entsprechende positive oder negative Abweichung. Die Gebirge weisen im allgemeinen eine positive, die Täler dagegen eine negative Abweichung (Anomalie) auf. Für das eben behandelte Gebiet konstruierte HAJÓSY die Linien gleicher Anomalien der Niederschläge. Ist die Ganglinie der Abflußmengen irgendwie bereits festgestellt, so ist zum eingehenden Studium der Speicherungsf'rage die Mengensummenlinie (Integralkurve) geeignet, deren Konstruierung auf Abb. 4. dargestellt ist. Zur hydrologischen Untersuchung gehört noch die Feststellung der Verdunstungs- und Versickerungsverluste. Den Versickerungs- und Verdunstungsverlust des Speichers (J q in m 3/sec) weist Gl. 10. auf, wobei p = Jahresverdunstung in mm, F = mittlere Fläche des Stausees, со = Jahresversickerung in m 3 bedeutet. Im Fi'so-Tale macht der Verdunstungsverlust — laut Messungen und Beobachtungen des Landesamtes für Wasserkraftwesen und des Meteorologischen Institutes, in trockenen Jahren, — 10 — 1-5% aus. b ) Topographische Umstände der Speicherung. Die topographischen Verhältnisse des Speichers werden von der Füllungslinie des Beckens gekennzeichnet, die den Zusammenhang zwischen der Stauhöhe (Höhe der Staumauer rrih) und dem Rauminhalt des Speichers (S) darstellt (Abb. 5.). Bezüglich der Talsperre am Viso-Fluß bietet der Verfasser diesen Zusammenhang in mathematischer Form nach der Gl. 11. dar. Die Höhe der Staumauer hängt davon ab, wie weit die zur Absperrung geeignete Schlucht von der Mündung des Beckens entfernt und wie groß das Gefälle der Schluchtstrecke ist. Ungünstigenfalls kann der untere — nicht nutzbare — Teil der Staumauer sehr groß sein. Die Lage wird an Abb. 6. veranschaulicht . Die topographischen Verhältnisse der Schlucht bestimmen die Ausbauart und die Abmessungen der Staumauer und beeinflussen hiedurch in sehr großem Maße die Kosten des gespeicherten Wassers. Die Topographie kann die maximale Grenze eines technisch oder ökonomisch errichtbaren Speichers bestimmen und schränkt dadurch die Leistungsfähigkeit des Speichers ein. Abb. 7. stellt typische Schluchtquerschnitte dar; die hierzu gehörigen Staumauervolumina werden — im Falle einer Gewichtstaumauer — durch Gleichungsgruppe 12. angegeben. с; ) Geologische Verhältnisse der Speicherung. Die geologische Lage bestimmt die Dimensionierung des Speicherbeckens auf zweierlei Arten: 1. Die geologischen Faktoren modifizieren den Abfluß und dadurch den Speicherraumbedarf, 2. Die geologischen Gegebenheiten beschränken die Ausbaugröße des Speichers in technischer oder ökonomischer Hinsicht. Hinsichtlich des Charakters der Wasserführung sind die Einzugsgebiete des Karpatenbeckens in drei Gruppen zu teilen. 1. Einzugsgebiet von undurchlässigem Charakter (Zeichen: A), 2. Einzugsgebiet von balbundurchlässigem Charakter (Zeichen: B), 3. Einzugsgebiet von durchlässigem Charakter (Zeichen: C). (Die Grundlagen der Einteilung bieten vor allem die geologischen Umstände, aber es spielen auch noch sonstige Faktoren eine Rolle: die Topographie, die Bewaldung, die Wintertemperatur, usw.) Der Verfasser gruppiert die Einzugsgebiete des von ihm untersuchten Berglandes nach obiger Aufteilung und zählt alle Einzugsgebiete vor, wo es zu einem Ausbau von Speichern geeignete topographische Möglichkeiten gibt. Bezüglich des Charakters eines Einzugsgebietes können die hydrologische Karte von BOGDÁNFY und die geologische Karte von LÓCZY—TELEKI—PAPP gewissermassen Aufschluß geben.