Vízügyi Közlemények, 1937 (19. évfolyam)

3-4. szám - Szakirodalom

8 Der „Schwarze Alkali" Boden ist ein typischer Natriumboden, der durch sehr starke Anreicherung an austauschbarem Natrium charakterisiert ist. Er hat einen verhältnismässig kleinen Gehalt an löslichen Salzen, der Karbonat- und Bikarbonat-Titer des wässerigen Auszuges ist jedoch ausserordentlich hoch. Der „Gips-geäderte" Boden enthält eine grosse Menge löslicher Salze (Gips, Magnesium- und Natriumsalze), die sich in einer bestimmten Schicht ansammeln, über der eine undurchlässige Schicht lagert. Der Boden ist hauptsächlich mit Kalzium und Magnesium gesättigt, wobei der Magnesiumanteil oft ausser­gewöhnlic-h hoch ist. Es besteht eine direkte Beziehung zwischen diesen Typen unfruchtbarer Böden und der Lage des Geländes zu den Kanälen mit hohem Wasserstande. In der Nähe der Kanäle, wo der Grundwasserspiegel am höchsten ist, bildet sich der Schwarze Alkali-Typ, während auf dem weiter entfernten Teile des infiltrierten Geländes der Gips-geäderte Boden vorkommt. Die Verbesserung dieser verdorbenen Felder ist ein sehr schwieriges Problem. Die Einführung eines intensiven Dränage-Systems ist der Schlüssel zur Rück­gewinnung dieser Böden, aber selbst gute Dränage ist nur eine vorbeugende Massnahme und der bereits verdorbene Boden bedarf einer besonderen Behandlung. Gips hat eine gewisse Wirkung auf den schwarzen Alkali-Boden, aber seine An­wendung erübrigt sich offensichtlich auf dem Gips-geäderten Boden, wo eine schnellere Verbesserung wahrscheinlich nur durch Tiefpflugkultur erreicht werden kann, bei der die undurchlässige Schicht durchbrochen wird. IV. BEITRÄGE ZUR TRINKWASSERVERSORGUNG UNGARNS. Von: R. PAPP. (Seite 67 90 im ungarischen Heft.) Die natürlichen Gegebenheiten Ungarns sind vom Gesichtspunkte der Trink­wasserversorgung der Bevölkerung aus betrachtet ausserordentlich ungünstig. Während einesteils das Staatsgebiet zum grössten Teile aus Flachland besteht, das nur von einer geringen Zahl kleinerer Flüsse mit sehr schwankender Wasser­führung durchzogen ist, kann anderseits einwandfreies Trinkwasser in weiten Gebieten des Landes nur aus mehreren hundert Meter Tiefe gewonnen werden. Als eigener erschwerender Umstand kommt noch hiezu, dass eine bedeutende Zahl der Städte und Gemeinden des Landes zerstreute Siedlungen von geringer Ein­wohnerdichte sind, deren Versorgung durch ein Zentralwasserwerk ungeheuere Kosten erfordern würde. Aus diesen Schwierigkeiten erklärt sich, dass von den 57 Städten Ungarns nur 27 Städte über Wasserwerke verfügen (Tafel I. Die einzelnen Spalten führen folgende Angaben an : Lfd. Nummer ; Stadt ; jährliche Bevölkerungszunahme °/ 0 0 ; Bevölkerung 1930 ; Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt, abs. Zahl u. % ; Jahreswasserverbrauch m 3 ; Tagesverbrauch Liter/Kopf ; Leitungslänge, insgesamt und je Kopf ; 0 d. Hauptleitung ; Anzahl der Hausanschlüsse ; Per-

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