Vízügyi Közlemények, 1936 (18. évfolyam)

Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 2. számhoz

VIII. 93% der gesamten Baukosten wurde aus staatlicher Subvention gedeckt, 444% des Anlagewertes gelangten als Arbeitslöhne zur Auszahlung. V. ÜBER DIE WIRTSCHAFTLICHE WASSERVERSORGUNG VON STÄDTEN. Von : Gv. ANDOR. (Ungarischer Text : Seite 197—215.) Der Versorgung der Gemeinden mit Wasser steht in Ungarn in erster Reihe Geldknappheit im Wege. Nach annähernden Berechnungen sollten in Ungarn in absehbarer Zeit Г5 Millionen Personen mit Wasser versogt werden. Bei den heutigen Arbeitslöhnen und Materialpreisen, ferner in Anbetracht des Umstandes, dass im vorwiegend flachen Landesgebiet Ungarns die Wasserversorgung der Städte kostspieliger als im Hügelland oder in Gebirgsgegenden ist, würden sich die Kosten auf 70—90 Pengő pro Person belaufen (einschliesslich Hausanschluss und Wassermesser), was einem Gesamtkostenaufwand von 110—130 Millionen Pengő entspricht. Mit Rücksicht auf die hohen Kosten, müssen die wirtschaftlichsten Lösungsarten angestrebt werden. In Ungarn kann der Höchstbedarf an Wasser — im Falle der Anwendung von Wassermessern — pro Person und Tag hinreichend mit 150 1, der durchschnittliche Verbrauch mit 100 1 angenommen werden. Da Quellenwasser verhältnismässig selten zur Verfügung steht, die Heranziehung von Oberflächenwasser aber auf Abneigung stösst, ist man in den meisten Fällen auf das mittels Tiefbohrung zu erschliessende Untergrundwasser, oder auf die Wassergewinnung durch an Ufern fliessender Ge­wässer angelegten Brunnen angewiesen. Die Wahl der Wassergewinnung wird durch die Kosten der erforderlichen Reinigungsart in hohem Masse beeinflusst. Das Wasser kann entweder mittels hydrostatischem, oder mittels pneuma­tischem Druck durch das Leitungsnetz getrieben werden. Vom Standpunkte der Abmessung der Rohrleitungen kann die pneumatische Einrichtung allgemein jener Wasserleitungsanlage gleichgestellt werden, bei welcher der Wasserbehälter vor der Verbrauchsstelle liegt (Abb. 7) ; in diesem Falle besitzt das Hauptdruckrohr grösseren Querschnitt, als bei Gegendruckanlagen, oder solchen mit Verteilungsbecken. Die Abbildungen 8, 9 und 10 zeigen die im Netz herrschen­den Druckverhältnisse bei einer Hydrofor-Einrichtung, bei einer Gegendruckanlage und im Falle eines im Schwerpunkte der Gemeinde errichteten Hochbehälters. Der Betrieb einer mit Pressluft arbeitenden Anlage ist stets automatisch, als Kraftquelle kann daher nur elektrischer Strom in Frage kommen. Die Wirtschaft­lichkeit des Betriebes erscheint aber nur gesichert, wenn der Strombezug von einem grösseren Kraftwerk erfolgt, denn kleinere, für den örtlichen Bedarf bemessenen Anlagen arbeiten der häufig und stossartig wechselnden Inanspruchnahme wegen mit höheren Unkosten. Die Betriebssicherheit macht — da kein Wasserbehälter vor­handen — verlässliche Reservemaschinen zur unerlässlichen Bedingung.

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