Vízügyi Közlemények, 1936 (18. évfolyam)

Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 2. számhoz

VIII. bewegte sich die Verdunstungsmenge zwischen 162 und 74 mm im Juni, zwischen 188 und 86 mm im Juli und zwischen 176 und 74 mm im August, was über­zeugenden Beweis für die dauernde Schwankung und Unbeständigkeit der Witte­rung liefert, und die Klagen über fortschreitendes Austrocknen und Überhand­nehmen des Wüstenkarakters hinfällig macht. Eine Verschiebung nach dieser Richtung müsste in der ständigen Erhöhung der Verdunstungswerte zum Aus­druck kommen. 4. Der Niederschlag. Über mehrere ungarische Niederschlagstationen liegen bis auf 80 Jahre zurückgreifende (bis 1854) Beobachtungen vor. Der Verfasser hat die Beobachtungsreihen von vier Stationen : Budapest, Magyaróvár, Szeged, und Debrecen bearbeitet (Jahressummen und Summen des Sommerniederschlages getrennt, siehe die Tafeln VII —X, Teile a, bzw. b und die mittleren Werte der vier Stationen auf Abb. 3 (Seite 144.) dargestellt.) Ein Blick auf die im Scliaubild ebenfalls aufscheinende Linie der mittleren Niederschlagsmengen (Jahresmittel 578 mm, Sommermittel 169 mm) gibt zu erkennen, dass im Laufe der verflossenen 80 Jahre die feuchten Jahre und regenreiche Sommer und ebenso die trockenen Jahre und dürren Sommer bald gruppenweise, bald vereinzelt aufgetreten sind. Wie aus den Beobachtungen hervorgeht, blieb die Jahresmenge des Niederschlages in vielen Jahren unter 400 mm, in einzelnen Jahren bewegte sie sich sogar nur um 300mm. In nicht Wenigensömmern hat die Regenmenge nicht einmal 50% der mittleren sommerlichen Niederschlagshöhe erreicht. Beispiele hiefür sind sowohl in den weit zurückliegenden, als auch in den jüngsten Jahrzehnten zu finden, doch war die Zahl der ausnehmend trockenen Jahrgänge in der Vergangenheit grösser als in der Heutzeit. Demgegenüber ging die Jahressumme des Niederschlages in Szeged in regenreichen Jahren auch über 700 mm hinaus (1897, 1915, 1919, 1931), in Debrecen betrug sie im Jahre 1915 sogar 876 mm, in Budapest in 1915 941 mm und in Magyaróvár erreichte der Jahresniederschlag in 1900 852 mm. Die Niederschlagskarte einiger Jahre hat der Verfasser ebenfalls eingeschaltet und verweist auf die trockenen Sommer der Jahre 1887, 1917 und 1935, wie auch auf die regenreichen Sommer in 1915 und 1925 (Abb. 5 bis 9), als die Niederschlags­menge in den gleichen Gebietsteilen der Tiefebene das eine Mal 75 mm, das andere Mal 300—400 mm betrug. Als Beweis dafür, dass die Witterung von ein-zwei einanderfolgenden Frühjahren selbst beim heutigen „verödeten" Zustande des Tieflandes grundverschiedenen Karakter aufweisen kann, bringt der Verfasser die Karte über die Verteilung des Niederschlages im katastrophal trockenen Früh­jahr 1934 (Abb. 10), sowie jene des an Regen sehr reichen Frühlings 1935 (Abb. 11). Eben diesem feuchtem Frühjahr war es zu verdanken, dass der über alle Massen heisse Sommer 1935 nicht zur gänzlichen Katastrophe geführt hat. Wenn das trockene Klima des Landes und namentlich der Tiefebene durch menschliche Eingriffe herbeigeführt worden wäre, und es sich nicht um den seit Jahrhunderten eigenen Witterungskarakter dieses geschlossenen Beckens handelte, so könnte weder die Verdunstung, noch die Zahl der tauigen Tage, der Wasser­gehalt der Luft, oder die Menge des Niederschlages von derartigen Schwankungen beherrscht werden. Der Begriff der Trockenheitszahl wurde von Prof. Schmidt (Wien) in dieMeteoro­logie eingeführt. Aufgrund der Niederschlagsdaten von Budapest berechnete der Verfasser bis 1863 zurückgehend die Trockenheitszahlen (Tafel XII, Seite 158),

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