Vízügyi Közlemények, 1936 (18. évfolyam)
Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 2. számhoz
VIII. Niederschlag und Temperatur) beweist der Verfasser, dass in einzelnen Jahren und Sommern diese Elemente mit ansehnlichen Werten vertreten sind, in anderen hingegen bedeutenden Mangel zeigen und sie alle äusserst starken Schwankungen unterworfen sind. Die Behauptungen, dass 1. die Taubildung in der Tiefebene aufgehört habe, 2. völliger Mangel an atmosphärischem Wassergehalt herrsche, 3. die ständig zunehmende Verdunstung ausserordentlich hohe Werte erreiche, 4. die Sommerregen entfallen und ein gänzliches Austrocknen bevorstehe, dass sogar völlige Verödung um sich greife, und schliesslich 5. dass die Temperatur in steter Erhöhung begriffen sei, unerträglich heisses Klima herrsche, die Winter ausserordentlich kalt seien — sind in ihrer Gesamtheit durchaus unzutreffend und ohne jeglicher naturwissenschaftlicher Grundlage. 1. Der Tau. Auf 30 Jahre zurückgreifende Beobachtungen in der Gemeinde Szerep (1906—35) lassen erkennen, dass sich in der Zahl der tauigen Tage (I. Tafel, Seite 136) starke Schwankung geltend macht. Die durchschnittliche Anzahl der tauigen Tage beträgt auf die 30jährige Periode bezogen 107 für das Jahr und 35 für den Sommer, wobei es Höchstwerte von 184 (1916), bezw. 63 (1915) und Mindestwerte von 33 (1907) bezw. von 7 (1931) Tagen gab. Die Gegend von Fegyvernek — das trockenste Gebiet des Landes — hat im Durchschnitt 177 tauige Tage pro Jahr und 59 pro Sommer aufzuweisen, in Kom,polt konnte in der Zeit zwischen April und Oktober durchschnittlich an 29 Tagen Tau gemessen werden (Tafel 11.). 2. Die Duftfeuchtigkeit. Zum beweis dessen, dass von einem fortschreitenden Austrocknen überhaupt keine Rede sein kann, führt der Verfasser die aus den Nachmittags 2 h-Beobachtungen der Station Túrkeve abgeleiteten Sommer- (Tafel III und IV/b) und Jahresmittel (Tafel IV/a) der relativen Luftfeuchtigkeit an. Ebenso zeigt er die ständige Schwankung des Wassergehaltes der Luft. Die um 2 h nachm. gemachten Beobachtungen ergeben für Túrkeve (Tafel III) als Normalmittel der drei Sommermonate 51% (Túrkeve gehört zu den trockensten Gegenden des Landes). Zwischen den Feuchtigkeitswerten sind die s. g. feuchten Sommer vertreten mit 57% (1901), 55% (1912), 66% (1913), 64% (1915) und 58% (1926), wogegen die trockenen Sommer folgende Nachmittagsmittel zeigen : 44% (1904), 47% (1917), 46% (1919), in 1923 40% (Tafel IV/b). Auch diese Zahlen beweisen, dass sich unser Klima aus sehr verschieclentlicher Witterung zusammensetzt. Der Verfasser erwähnt auch, dass gewisse aussergewöhnliche W Titterungslagen ganz extreme Trockenheit mitzubringen pflegen, so sank z. B. der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre am 4. Juli 1930 und 15. Juni 1931 um 2 h nachmittags über einem grossen Teil der Tiefebene auf 15% — wie es den betreffenden Karten über Verteilung der Luftfeuchtigkeit zu entnehmen ist (Abb. 1 u. 2). 3. Die Verdunstung. Die mit dem Wildschen Verdunstungsmesser vorgenommenen Beobachtungen umfassen einen Zeitraum von 35 Jahren für die Station Tarcal, und 27 Jahre für Kecskemét (Tafel V und VI). Die mittlere jährliche Verdunstung beträgt in diesen Orten 724 bezw. 823 mm, das Sommermittel stellt sich auf 308 mm in Tarcal und 343 mm in Kecskemét. Laut den sommerlichen Durchschnittswerten erreichte die Verdunstung in Tarcal hohe Werte in den folgenden Jahren : 1904 (416 mm), 1917 (389 mm), 1921 (400 mm) und 1930(390 mm), ganz geringe Verdunstung hatten hingegen die Sommer : 1903 (279 mm), 1912 (276 mm), 1913 (235 mm), 1919 (219 mm) und 1925 (192 mm). Tm Sommer 1935