Vízügyi Közlemények, 1932 (14. évfolyam)

2. füzet - XII. Kisebb közlemények

19 X. DAS HOCHWASSER DER TISZA IM JAHRE 1932. Von : GYÖRGY POGONYI. Die Hochflut der Tisza überstieg heuer au den meisten Punkten alle bisher bekannten Höhen. Der Verfasser gibt vor allem die Schnee-, bezw. Temperatur­verhältnisse des Sammelgebietes für den verflossenen Winter an. Das Hochwasser trat zufolge der am 4. Marz plötzlich eingetretenen Schmelze der über dem tief durchfrorenen i Boden liegenden mächtigen Schneedecke ein . Der Abgang des Eises ging trotz des niedrigen Wasserstandes sowohl der Tisza, als auch ihrer Nebenflüsse ziemlich glatt vor sich und führte zu keinen Übelständen . Das Hochwasser machte sich allererst im Flussgebiet der Körös bemerkbar und zeigte drei einanderfolgende Flutwellen. Als höchster Wasserstand wurden am 5. April bei Gyoma +838 cm gemessen. (Bezüglich der örtlichen Angaben wird auf die Abbildungen der Abhandlung „Das Tiszatal" im vorliegenden Heft hingewiesen.) Dem Hochwasser der Körös folgte jenes der Maros. Von ihren zwei Hochflut­wellen erreichte die zweite den höheren Stand. Letztere kulminierte am 10. März bei Makó bei einer Höhe ( + 580 cm), die den bisher bekannten höchsten Pegel­stand von +410 cm um 170 cm überstieg. Die bedeutendsten Wassermengen gingen dem oberen Lauf der Tisza durch die Szamos zu. Auch diese liess zwei Flutwellen erkennen. Die erste brachte bei Osenger +586 cm, die zweite dortselbst +678 cm hervor. Die erste Flutwelle der Szamos traf mit jener der oberen Tisza zusammen, was zu einem Wasserstand der Tisza von +848 cm bei Vásárosnamény führte. Bei Csongrád erreichte die sich langsam vorwärtsbewegende Wassermenge die Höhe von +924 cm, blieb soliin nur um 5 cm unter dem bisher als höchsten bekannten Stand des Jahres 1919. Bei Szeged ergab die höchste Pegelablesung + 923 cm, also um 9 cm mehr, als das hierortige Maximum im Jahre 1919. Das Fallen des Wasserstandes ging äusserst langsam vor sich. Das Hochwasser fand seinen Weg ohne Anrichtung nenneswerter Schäden, was der wackeren Arbeit der vorzüglichen Sehutzorganisation zu verdanken ist. Wenn die Deiche an manchen Stellen unter der Einwirkung der andauernd hohen Wasserstände auch durchgenässt wurden, konnte durch unverzüglich vorgenommene Instandsetzungsarbeiten jedem Unheil rechtzeitig vorgebeugt werden. Zum glücklichen Abfluss des Hochwassers trug auch die windstille Witterung bei, bei der sich der Schutz der Deiche gegen den geringeren Wellenschlag leichter gestaltete. XI. KLEINERE MITTEILUNGEN. 1. EIN EIGENARTIGER DAMMBRUCH. Von : DR. ING. JÓZSEF BENEDEK. Im Donauabschnitt nächst der Draumündung — derzeit an Jugoslavien gehörend — hatte man es in 1926 mit, einem ausnehmend hohen und anhaltenden 2*

Next

/
Thumbnails
Contents